Ein heißer Tanz am Oberwarter Parkett. Über das bevorstehende BFV-Hallenmasters, das am Samstag in Oberwart über die Bühne gehen wird.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 08. Januar 2020 (05:57)

Einmal im Jahr blickt Fußball-Burgenland gespannt in Richtung Oberwarter Sporthalle, wenn das prestigeträchtige BFV-Hallenmasters stattfindet. Eines kann man vorab schon festhalten: Beim Finalturnier dabei zu sein war diesmal das Ziel von deutlich mehr Teams als noch in den vergangenen Jahren. Zur Erinnerung: Im Vorjahr sagte Heiligenkreuz trotz erfolgreicher Qualifikation bereits im Vorfeld eine Masters-Teilnahme ab. Ein Blick auf die Punktzahl der Teams heuer reicht schon aus, um zu sehen, dass es motivierter zur Sache ging. Bad Sauerbrunn schaffte im Vorjahr als Siebenter der Quali mit 162 Punkten die Teilnahme am Masters. Und auch heuer gelang es dem Team aus dem Kurort mit Rang sieben das Ticket zu lösen — allerdings mit 222 Zählern. Der sechsfache Masters-Sieger Neuberg muss mit 185 Punkten zusehen. Und auch für Horitschon (158 Zähler) sowie Draßburg (156) hätte es in der Vergangenheit wohl häufig gereicht. Für das Finalturnier am Samstag kann es nur vorteilhaft sein, wenn acht ambitionierte Teams dabei sind. Die großen Favoriten auf den Triumph sind auch in diesem Jahr wieder bekannt. Die Mattersburg Amateure und Parndorf holten sich seit 2014 alle Titel und nicht nur deshalb wird der Weg zum Sieg über diese beiden Mannschaften führen. Die Amas fahren mit einer Weißen Weste (zwei Turniersiege) Richtung Landessüden, Parndorf als Titelverteidiger. Die restlichen sechs Teams haben definitiv das Zeug zu überraschen und teilweise auch schon bewiesen, dass die beiden großen Anwärter auf den Sieg nicht unschlagbar sind. Das hat man beim Rosalienpokal gesehen, wo gleich fünf Masters-Starter die Gelegenheit zur Generalprobe nutzten. Oberwart bezwang im Gruppenspiel den späteren Sieger Mattersburg Amateure und Parndorf scheiterte sogar in der Gruppenphase. Dass speziell in der Halle ein Außenseiter zuschlagen kann, ist kein Geheimnis. Und auch wenn es realistisch ist, dass sich am Ende einer der beiden Titelaspiranten durchsetzt: Ein heißer Tanz am Parkett scheint vorprogrammiert zu sein.