Ein vernünftiges Ziel bis Ende Oktober. Bernhard Fenz über ein Mattersburger Remis und die Auftragslage bis zum Duell gegen Schlusslicht SKN St. Pölten.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 27. September 2017 (06:23)

Es war nicht nur der erste Punkt nach vier Niederlagen in Folge, der den Profis des SV Mattersburg richtig guttun wird. Es war die Art und Weise, wie sich die Burgenländer beim 2:2 in Pasching gegen den heimstarken LASK nach einem 0:2-Rückstand wieder zurückgekämpft haben.

Zugegeben: Spielerische Glanzlichter bot der SVM keine, aber zwei Tore aus Standardsituationen könnten die abhandengekommene Effektivität beleben.

Eine über weite Strecken defensiv kompakte Leistung macht ebenfalls Hoffnung, Tiefpunkte der letzten Runden wie etwa das blamable 0:5 gegen die Admira vergessen zu machen. Zuletzt lief es bekanntlich gegen Meister Salzburg bei der späten 1:2-Niederlage schon augenscheinlich rosiger.

Trotzdem: Der Blick auf die Tabelle des ersten Saisonviertels wird selbst durch das wichtige Remis beim LASK nur unwesentlich besser. Mattersburg befindet sich nach wie vor gefühlt mehr im Abstiegskampf als im Positionieren um eine vernünftige Rolle im Mittelfeld. Dafür muss erst die Lücke nach oben geschlossen werden – fünf Punkte fehlen auf den Achtplatzierten, den WAC.

Hier könnte sich in den nächsten Wochen einiges tun. Mattersburg trifft nun daheim auf Rapid, ist danach eben beim WAC und dann bei Leader Sturm Graz zu Gast, um Ende Oktober Schlusslicht SKN St. Pölten im Pappelstadion zu empfangen.

Ein Stichwort: Die Niederösterreicher liegen vier Punkte hinter den Burgenländern, befinden sich mit ihrem neuen Trainer Oliver Lederer gerade am Selbstfindungstrip und werden klarerweise alles daran setzen, um nachhaltig in die Spur zu kommen. Das geht allerdings auch nur dann, wenn die unmittelbare Konkurrenz Federn lässt.

Nun liegt es also an der Mannschaft von Gerald Baumgartner, bis Ende Oktober für Klarheit zu sorgen und so ein vernünftiges Ziel anzupeilen: Dass sich Grün-Weiß spätestens nach dem direkten Duell nicht weiter an St. Pölten orientieren muss, sondern tatsächlich wieder ein breiteres Feld im Blick haben darf.