Eine gemeinsame Sache als Chance. Über eine geplante Erhebungs-Tour des Burgenländischen Fußballverbands (BFV).

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 15. Mai 2020 (04:08)

Wann wird die Meisterschaft im Unterhaus wieder anlaufen? Trotz der jüngsten Corona-Lockerungen bleibt nach der Annullierung der abgelaufenen Saison der Blick auf die neue Punktejagd verschwommen. Dass es irgendwann weitergehen wird, ok. Ob das aber im Herbst 2020 oder doch erst im Frühjahr 2021 sein wird? Noch bleibt eine fixe Antwort auf diese brennende Frage aus. Also gilt es einmal andere Probleme zu lösen. Etwa jenes, wie die Fußballklubs nach der Krise wieder halbwegs unbeschadet den Betrieb aufnehmen können.

Gut möglich, dass vor allem in den unteren Klassen die ohnehin schon knappen personellen Ressourcen gelitten haben. Auch der bereits davor wackelige Reservebetrieb (vom BFV stets als nötige Basis und personelles Fangnetz für den vereinsinternen Unterbau gerechtfertigt) rückt wieder in den Fokus. So oder so will man sich seitens des BFV in den nächsten Wochen von jeder Liga und Klasse im Zuge eines Treffens Meinungen der Klubs anhören, Vorschläge prüfen, Mehrheiten ausloten. Die Erhebungen respektive Info-Meetings im kleineren Rahmen sollen etwaige Sorgen der Vereine verringern, aber auch echte Probleme offenlegen.

In jedem Fall tut sich so die Chance auf einen konstruktiven gemeinsamen Prozess in der so außergewöhnlichen Corona-Zeit auf. Das ist wichtig für den BFV, wo man in der Vergangenheit bei heiklen Fragen lieber auf Nummer sicher gegangen ist und sich hinter den bestehenden Bestimmungen verschanzt hatte, als mit Mut zur Veränderung zu punkten. Das ist aber auch wichtig für die Vereine sowie die jeweiligen Ligen und Klassen, um sich mit machbaren Inputs aktiv einzubringen. Lediglich substanzlos Kritik am System zu üben, wäre nämlich zu wenig.