Es braucht Klarheit in Form der Mini-Saison. Über den nötigen Zeitpunkt, die Meisterschaft auch offiziell einzugrenzen, weil ohnehin nicht mehr gehen wird.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 04. März 2021 (01:55)

Was ist in dieser Saison noch möglich? Ist überhaupt noch etwas möglich? Mit jeder weiteren Woche, die verstreicht, ohne dass eine Covid-Lockerungsverordnung ein Fußballtraining legitimiert, wird das Zeitbudget knapper, um die im Herbst unterbrochene Amateur-Meisterschaft ins Ziel zu retten. Nur wenn die Hinrunde beendet ist, wird auch gewertet. Andernfalls droht wie schon im Vorjahr eine Annullierung.

Aktuell ist vorerst einmal nur im Nachwuchs ab 15. März ein erster zarter Öffnungsschritt in Aussicht gestellt. Ein Umkehrschluss auf einen baldigen Re-Start der Erwachsenen-Meisterschaft, die vier Wochen Trainings-Vorlaufzeit vorsieht, ist das aber noch nicht. Seitens des Verbandes sind dort übrigens die Rahmenbedingungen klar. Bis 5. Juni soll die Saison dauern, notfalls könnte man bis 27. Juni weiterspielen. Schwammig war und ist die tatsächliche Länge der Punktejagd trotzdem. Weil sie durch die zeitlich unsichere Fortsetzung auf Szenarien basiert.

Etwa, dass im Fall eines Abbruchs dann alle weiteren Spiele aus dem Frühjahr gewertet würden, wenn mehr als ein Drittel absolviert wurde. Fakt ist: Die gesamte Saison, da sind sich alle Beteiligten einig, geht sich auf keinen Fall mehr aus. Irgendwann braucht es ein Ende, die neue Meisterschaft wartet schließlich. Mehr noch. Längst ist in der Praxis klar, dass die verbleibende Zeit, wenn überhaupt, nur noch für das Fertigspielen der offenen Hinrunde vernünftig reichen wird.

Alles andere ist unrealistisch, wo doch noch nicht einmal trainiert werden darf. Daher wäre es mittlerweile auch Zeit, aus Sicht des BFV die Saison schon jetzt zu begrenzen. In Form von Klarheit, nur noch die Hinrunde fertigzuspielen und dann zu werten. So könnten sich alle Vereine auf dieses eine und nach wie vor realistische Szenario einstellen. Ohne Spekulationen, Fortsetzungs-Varianten und Rechenspiele. Die mögen bislang ein gutes Mittel gewesen sein, um wertungsmäßig flexibler durch eine schwere Saison zu kommen. Nun braucht es aber ein realistisches Update und ein neues Mindestmaß an Planungssicherheit.