Es geht um die Außendarstellung

Erstellt am 20. Mai 2022 | 05:21
Lesezeit: 2 Min
über die Fußballakademie Burgenland, einen „strategischen Partner“ und das damit einhergehende Upgrade eines spannenderen Profils.
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Knapp elf Jahre lang war die 2009 gegründete Fußballakademie Burgenland für Außenstehende auf Schiene. Ganz gleich, wie die Eigentümerverhältnisse im Detail aussahen – als Talent respektive Elternteil ging und geht es seit jeher darum, wo der fußballerische Werdegang hinführen könnte. Das war bis 2020 auf die AKA Burgenland bezogen der SV Mattersburg. Ein Bundesligist, dem die Akademie zwar nicht alleine gehörte, der aber Platzhirsch war, gab Youngsters eine Perspektive mit auf den Weg.

Seit dem SVM-Crash und dessen Aus ist die mit der BFV-Lizenz ausgestattete Fußballakademie mehrheitlich vom Land Burgenland geführt. Der AKA-Faktor zieht nach wie vor, genügend Talente wollen auf Spitzensport-Ebene unterkommen. Alleine mit der Perspektive zu punkten braucht aber seitdem mehr Überzeugungsarbeit.

Nach wie vor können Talente in einer infrastrukturell top-ausgestatteten Akademie zu Jungprofis heranreifen, die sportliche Plattform nutzen und dann den (Ab-)Sprung zu Spitzenklubs schaffen. Jene, die nicht ganz oben unterkommen – in einem normalen Jahrgang gibt es davon genügend Kicker –, können wiederum ihren Teil beitragen, gut ausgebildet Burgenlands Amateurfußball in all seinen NiveauStufen zu bereichern.

Und doch wäre ein strategischer Partner als Aufhänger für die besagte Plattform griffiger. Dabei ist die Bandbreite groß: Ein Verein, wo dann die berufliche Karriere nach der Ausbildung direkt weiterlaufen könnte; eine Agentur, die Standort und Talente zur nationalen oder internationalen Vermittlung nutzt; eine Gesellschaft, die im Geschäft verankert ist und in dieser Nische Kapital ortet.

Topaktuell tauchte zuletzt der Name Benfica Lissabon als Interessent auf. Klar müsste so ein Deal ganzheitlich Sinn machen, wenn es um das Konzept oder die Kostenaufteilung geht. An der Außendarstellung würde die Sache nicht scheitern. Denn ein spannende(re)s Profil mit einem Upgrade der Perspektive täte der Fußballakademie Burgenland gut.