Es ginge auch ohne Säbelrasseln

Erstellt am 15. Jänner 2023 | 04:33
Lesezeit: 2 Min
über Siegendorfs Präsident Peter Krenmayr, dessen Einsatz und Energie Burgenlands Fußball dienlich ist – das Poltern nicht.
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Mit dem Ostliga-Aufstieg hat der ASV Siegendorf im Sommer 2022 den Sprung in Burgenlands Fußball-Elite geschafft. Aus Mangel an Bundesligisten ist das Trio Neusiedl/See, Draßburg und eben Siegendorf sportlich das höchste der Gefühle. Dementsprechend wichtig ist es, ambitionierte Klubs zu unterstützen, um das Niveau im Burgenland zu halten – oder gar zu steigern. Das wiederum klappt nur mit viel Engagement, vor allem auf Funktionärsebene. Peter Krenmayr hat in diesem Zusammenhang bei Siegendorf für frischen Wind gesorgt. Seit 2017 ist der im Immobiliengeschäft tätige gebürtige Oberösterreicher nun schon als Klubchef am Werk. Seit damals geht es beim ASV nach oben. Der Sprung in die Top-Drei des Burgenlands ist ihm hoch anzurechnen. Er hat einen wichtigen Beitrag für den rot-goldenen Fußball geleistet und Siegendorf neu positioniert. Positioniert hat sich Peter Krenmayr in all den Jahren aber auch als leicht aufbrausender und streitbarer Charakter, der keine Konfrontation scheut und sich auch durch das Verfassen von E-Mails an diverse Entscheidungsträger gerne seinen Ärger von der Seele schreibt.

Speziell der Burgenländische Fußballverband, dessen Struktur, diverse Entscheidungen sowie die Führungsebene stehen hier im kritischen Fokus. Das war so bei Ex-BFV-Boss Gerhard Milletich, mittlerweile ÖFB-Präsident, das ist auch beim nunmehrigen rot-goldenen Fußballverbands-Chef Günter Benkö so, um nur zwei Beispiele zu nennen. Dabei ist es völlig legitim, wenn Peter Krenmayr als idealistischer Vereins-Vertreter seine Stimme erhebt. Notorische Ja-Sager tragen zu keinem konstruktiven Diskurs bei. Der oft übertriebene Mix aus Schärfe, Ausdruck und Angriffslust hat in seinem Fall aber längst auch eine andere Dynamik bewirkt. Gute Ansätze, konstruktive Ideen und das idealistische Tun gehen im Kontext seines Polterns unter. Es wird an Peter Krenmayr liegen, das Säbelrasseln zu regulieren. Dann würde sein Wort wohl noch mehr Wert erhalten.