Es zählt nur mehr die gelebte Praxis. Über den Faktor Zeit, der für die Wertung der Meisterschaft in der Covid-Pandemie keine großen Sprünge zulässt.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 19. Februar 2021 (03:34)

Seit Sommer 2020 begleitet uns für die laufende (und aktuell unterbrochene) Meisterschaft im Amateurfußball jene Frage der Fragen in der Dauerschleife: Wie viele Spiele werden sich nach der annullierten Saison 19/20 ausgehen? Weil seitens des ÖFB die Bestimmungen soweit vorgegeben wurden, dass diesmal bereits nach der kompletten Hinrunde gewertet werden darf, stand speziell zu Saisonbeginn eine reguläre Wertung ohnehin außer Frage. Als dann Woche für Woche zahlreiche Spiele ausgetragen werden konnten, ließen sich Optimisten schon aus der Reserve locken und spekulierten damit, dass sich vielleicht sogar die gesamte Saison ausgehen könnte.

Die anfängliche Euphorie ist längst gewichen. Theoretisch darf zwar nach wie vor darüber spekuliert werden, ob sich Spiele der Frühjahrssaison noch in die Wertung verlieren werden. Hier haben die Landesverbände auch verschiedene Ansätze, ob und wie dann die besagten Partien gewertet werden. Wer aber den Lockdown-Verlauf des Winters, den bis dato überschaubaren Status des Sports im Verordnungs-Dschungel, das Damoklesschwert der Virus-Mutationen und die nötige Vorlaufzeit bis zu einer Meisterschaft in einen Topf wirft und gut verrührt, kann nur zu einem Schluss kommen: Es geht mittlerweile lediglich darum, irgendwie die noch offene Hinrunde und so wenigstens eine Wertung zu schaffen. Das ist die gelebte Praxis.