Extrem einfach ist nur die Rechnung. Über die aktuelle Situation beim SV Mattersburg.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 21. August 2019 (06:04)

Saisonstart 2019/20: Was für den SV Mattersburg durchaus verheißungsvoll begann, ist längst Geschichte. Das 10:0 im ÖFB-Cup gegen Pinkafeld und die erste Halbzeit beim 2:1-Auftaktsieg gegen Hartberg waren ansehnlich und ließen doch insgeheim darauf hoffen, dass man heuer in der oberen Tabellenhälfte anklopfen könnte. Daran ist aktuell nicht mehr zu denken. Das 1:4 in Runde zwei bei Serienmeister Salzburg geht noch als „kalkulierbare Pleite“ durch, vor allem auch, weil der Auftritt in der Bullen-Arena phasenweise in Ordnung war. Bei den Duellen gegen die Austria (1:5) und in Kärnten gegen den WAC (0:5) war dann nicht mehr viel ordentlich - null Punkte, Torverhältnis 1:10. Insgesamt kassierten die Grün-Weißen bereits 15 Gegentore in den ersten vier Runden.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Vorne präsentierte sich der SVM als laues Lüftchen und hinten ist man viel zu offen. Derzeit gibt es aus der burgenländischen Fußballhauptstadt kaum Erfreuliches zu vermelden, wenn überhaupt ist es ein Blick auf die nächsten beiden Gegner. Mit St. Pölten am Samstag daheim und der Admira eine Woche später auswärts geht es gegen die einzigen beiden Klubs der Liga, die hinter Grün-Weiß liegen. Beide NÖ-Teams sind zudem in der noch jungen Saison sieglos. Auch wenn es im Moment schwer fällt, an Mattersburgs Kicker zu glauben, gibt es für die Elf von Franz Ponweiser aktuell wohl undankbarere Aufgaben für die Trendwende. Die ist schließlich nur mit Punkten möglich. Und dafür kommen die Kellerkinder zum richtigen Zeitpunkt. Die Rechnung ist schließlich extrem einfach: Gelingen zwei Siege, könnte Mattersburg urplötzlich wieder auf Tuchfühlung mit dem anvisierten sechsten Platz kommen, der nach der Grunddurchgangs-Teilung der neuen Zwölferliga eine feine und sorgenfreie Restsaison bedeuten würde. Bleiben aber Erfolgserlebnisse weiter aus, wird der Mattersburger Fußball-Alltag vorzeitig in Richtung Abstiegskampf gehen. Und das macht die Aufgaben vor allem in mentaler Hinsicht wiederum extrem schwer.