Glorreichen Sieben als Olympia-Traum. Über olympische Varianten unter burgenländischer Flagge und gute Alternativen für unsere Sportgeschichte.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 31. Dezember 2019 (05:49)

Der Sommer 2020 könnte für den rot-goldenen Sport historisch werden. Dann etwa, wenn alle olympischen Puzzleteile zusammenpassen, die aus dem Burgenland stammen oder für einen burgenländischen Verein starten. Die Segel-Duos Tom Zajac/Barbara Matz und Tanja Frank/Lorena Abicht können schon auf die Sommerspiele in Tokio hinarbeiten, auch Schwimmerin Lena Grabowski hat ihr Ticket bereits fix. Badmintonspieler Luka Wraber spielt unter burgenländischer Flagge, seine Chancen stehen ebenfalls gut. Dressurreiterin Belinda Weinbauer (im Team) und Bahnradfahrerin Verena Eberhardt dürfen auch noch hoffen. Und dieses halbe Dutzend würde im Optimalfall sogar zu den Glorreichen Sieben unter den fünf Ringen aufsteigen. Dann, wenn Golfprofi Bernd Wiesberger einen Start in Betracht ziehen und ebenfalls in Japan abschlagen sollte.

Noch ist nicht fix, ob sich der Wahl-Bad Tatzmannsdorfer pro oder contra Olympia entscheidet. Er hat nach seinem Superjahr 2019 nun die Möglichkeit, 2020 bei den allergrößten Events einen draufzusetzen und vielleicht gar in die Top-20 der Welt vorzustoßen. Da braucht es Prioritäten, ergo ist es auch verständlich, dass Wiesberger nicht zwingend ausschließlich auf Olympia fokussiert ist, wie bei zahlreichen anderen Sportarten üblich. Da bilden die Spiele tatsächlich eine einmalige oder zumindest seltene Gelegenheit, endlich mehr ins (welt-)öffentliche Rampenlicht zu geraten. Ganz abgesehen vom unbezahlbaren Prestige einer Medaille. Frag etwa nach bei Segler Andreas Geritzer (Silber 2004), Kugelstoßer Georg Tischler (Gold bei den Paralympics 2004), Snowboarderin Julia Dujmovits (Gold bei den Winterspielen 2014) oder den Seglern Zajac/Frank (Bronze 2016). Die Chance auf eine Medaille hätte Bernd Wiesberger fix. Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist der Fokus auf konstante Top-Leistungen bei sämtlichen Mega-Turnieren sowie auch die mögliche erstmalige Teilnahme am Ryder Cup Ende September. Das wäre für den Sport im Burgenland dann übrigens erst recht historisch.