Hundert Prozent am Platz und im Recht. Über den aktuellen Höhenflug von Christopher Trimmel.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 03. Januar 2021 (05:02)

Man ist geneigt, Regelmäßiges als ganz normal zu betrachten. Im Fall von Christopher Trimmel hieße das: Der Mannersdorfer kickt bei Union Berlin, legt immer wieder Tore auf – lässig, fertig. Ganz so einfach ist es dann doch nicht.

2008 ist er mit 21 Jahren zu Rapid gegangen, sechs Jahre später 2014 nach Deutschland gewechselt, wo er bei seinem Klub nach wie vor unter Vertrag steht. Schon alleine das ist in der heutigen schnelllebigen Fußballzeit nicht selbstverständlich. Ebensowenig wie den erstmaligen Weg aus der 2. Liga in die Bundesliga aktiv als Kapitän mitzugehen und dann weiter als Stütze und Assistgeber vom Dienst tätig zu sein.

Mit 27 Jahren wagte Christopher Trimmel den Sprung ins Ausland, mit 32 feierte er den Bundesliga-Aufstieg, mit 33 ist er nach wie vor eine heiße sportliche Aktie im deutschen Oberhaus. Wo doch heutzutage das Alter von Kickern besonders gerne in den kritischen Fokus gerät, weil immer jüngere Spieler im modernen Fußballgeschäft nachrücken.

Trimmel hat dieses Thema nie sonderlich interessiert. Stets hat er betont, dass es nicht um Alter, sondern nur um die Leistung geht. Gerade bei Routiniers könnte das in gewisser Form auch als Selbstschutz interpretiert werden. Im Fall von Trimmel gibt ihm der erarbeitete Status bei Union Berlin aber einfach nur zu hundert Prozent Recht.