Ivanschitz: Weit mehr als ein zu junger Kapitän. Bernhard Fenz über das Karriere-Ende von Andreas Ivanschitz.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 07. November 2018 (02:48)

Am Montag lüftete Andreas Ivanschitz das Geheimnis über seine sportliche Zukunft. Der 35-jährige Baumgartener gab sein sofortiges Karriere-Ende bekannt. Zuletzt wurde es besonders ruhig um den Ex-Kapitän des Nationalteams, der bis Sommer in Tschechien bei Viktoria Pilsen unter Vertrag stand, seitdem vereinslos war und nun per schriftlichem Statement aufhörte. Er fühle, ließ er wissen, große Dankbarkeit gegenüber allen, die ihn unterstützt haben. Alles Schöne müsse auch einmal zu Ende gehen. Die schwierigste Erkenntnis der vergangenen Monate: dass das Aufhören der härteste Teil im Profisport sei.

Andi Ivanschitz hat diesen Schritt nun gesetzt und einen Schlussstrich unter seine erfolgreiche aktive Laufbahn gesetzt. Was bleibt? Hierzulande wird an manchen Stammtischen beim Stichwort Ivanschitz ja nach wie vor gerne diskutiert, ob er nicht doch zu jung war, als ihn der damalige Teamchef Hans Krankl Mitte Oktober 2003 mit nicht einmal 20 Jahren zum Kapitän befördert hatte. Doch ist das rückblickend wirklich der entscheidende Punkt? Rapid, Salzburg, Panathinaikos Athen, Mainz 05, Levante, Seattle Sounders und Viktoria Pilsen: Die globale Karriere und der damit verbundene Leistungsbeleg von Andreas Ivanschitz haben weit mehr zu bieten.