Nach dem Basteln kommt das Leben. Bernhard Fenz über ineinandergreifende Räder am Gelände der Fußballakademie.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 09. Januar 2019 (05:49)

Was in jüngerer Vergangenheit rund um die Fußballakademie Burgenland vor sich gegangen ist:

  • Gerald Linshalm, bislang Co-Trainer der U16, wechselte als Athletiktrainer zu den Profis des SV Mattersburg und war bereits vor der Winterpause arbeitsüberschneidend im Akademie- und Profibetrieb aktiv.
  • Thomas Höller, bislang in der Akademie des WAC tätig, wechselte als Co-Trainer zu den Profis des SV Mattersburg. Er ließ in Kärnten ähnlich spielen wie Markus Schmidt bei den SVM-Amateuren. Der Hang zum Offensiv-Pressing soll übrigens auch künftig ganz oben forciert werden.
  • David Nemeth, U18-Juwel in der Akademie, das bislang (geplanterweise) noch nicht einmal bei den Amas in der Ostliga gespielt hat, durfte sich zuletzt auf Probe beim AC Milan beweisen. Ob ihn die Italiener tatsächlich verpflichten wollen, wird sich zeigen. Fakt ist, dass sich der 17-jährige Verteidiger längst auch voll im Fokus der SVM-Profis befindet und in Absprache mit den Akademie-Verantwortlichen der behutsame sowie nachhaltige Einbau über die Regionalliga in die Bundesliga forciert werden soll.

Was die drei jüngsten Beispiele vereint: Das Verschmelzungsrad und die Durchgängigkeit zwischen dem Akademie-, dem Amateur- und dem Profibetrieb dreht sich bei sämtlichen Überlegungen für die Optimierung der Strukturen fast schon selbstverständlich mit.

Jede einzelne Personalentscheidung für sich mag da noch kein ganz großer Wurf sein, ihre Summe zeichnet aber schön langsam ein sehr klares Bild: Dass am Gelände der Fußballakademie Burgenland nicht mehr nur an einer gesamtheitlichen Lösung gebastelt wird. Mittlerweile wird diese auch schon in der Praxis gelebt.