Neu erfinden nein, neu aufstellen fix

Über den drohenden Parndorfer Abstieg aus der Ostliga.

Erstellt am 01. Mai 2019 | 05:56
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Ende Juni begeht der SC/ESV Parndorf sein 100-Jahr-Jubiläum. Läuft im Norden des Landes sportlich alles gegen den Strich, wären die Feierlichkeiten getrübt von der Rückkehr in die vierthöchste Leistungsstufe Österreichs, die der Klub im Jahr 2003 verlassen hatte. Eine gefühlte Ewigkeit, konkret 16 Jahre, ist der von Verbands-Boss Gerhard Milletich geführte Klub schon eine feste Größe in der Regionalliga. Mehr noch. Wenn der SC/ESV gerade nicht in der Ostliga spielte, dann deshalb nicht, weil es nach oben hin für den viermaligen Meister (03/04, 05/06, 10/11, 12/13) von 06 bis 08 sowie 13/14 sogar zwei Abenteuer in der Ersten Liga – der zweithöchsten Spielstufe Österreichs – gab.

Derzeit aber kämpft die Mannschaft von Trainer Stefan Rapp ums sportliche Überleben in der Ostliga. Sechs Runden vor Schluss ist Parndorf als 13. Viertletzter, punktegleich mit dem Drittletzten, den SKN Juniors. Je nachdem, wie viele Ost-Teams aus der 2. Liga absteigen werden (eine Mannschaft scheint nach dem jetzigen Stand fix zu sein, zwei sind wahrscheinlich), müssen dort dann entweder drei oder vier Klubs runter. Parallel dazu kommt es auch darauf an, ob Innsbruck aus der Bundesliga absteigt. Dann müsste das Zweierteam der Tiroler aus der 2. Liga ausscheiden – was sich auf die Anzahl der Ostliga-Absteiger (in diesem Fall positiv) auswirken könnte.

Es gibt also einige Szenarien. Dass sich mit Parndorf die langjährige und unumstrittene Nummer zwei des Burgenlandes überhaupt in solch einem spekulativen Fahrwasser befindet, zeigt auch ein belegbarer Abwärtstrend. 2016 war es Platz 7, 2017 Platz 8 und 2018 Platz 13. Abgesehen davon ist in der Burgenlandliga mit Parndorf II als Drittem aber Potenzial da. Der Unterbau passt und somit auch die Perspektive für ein schlagkräftiges Team im Falle des Falles, wenn Parndorf II gezwungenermaßen aus der Liga ausscheiden und dann mit der abgestiegenen Einsermannschaft verschmelzen würde. Der SC/ESV Parndorf müsste sich dann also nicht komplett neu erfinden. Neu aufstellen aber auf jeden Fall.