Nur dabei sein ist nicht immer alles. Bernhard Fenz über die Frage der Durchlässigkeit im Betrieb der Fußballakademie.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 28. Dezember 2018 (05:11)

Wann und wo beginnen sportliche Perspektiven? In der Fußballakademie Burgenland startet dieser Prozess mit der Aufnahme in den Jahrgangskader. Der ist mit +/- 30 Talenten aber gut befüllt. Früher oder später zeigt sich, dass nur dabei sein doch nicht alles ist. Nicht jeder Einzelne kann die nötige Spielpraxis erhalten – die erste Hürde tut sich auf. Kommt ein AKA-Fußballer regelmäßig zu Meisterschafts-Einsätzen, gilt es, sich über die Jahre in der Fußballakademie permanent weiterzuentwickeln. Am besten ohne grobe schulische Probleme, um nicht zu sehr abgelenkt zu sein. Hürde um Hürde gilt es in der Symbiose zu überspringen, die parallel am Weg nach oben stets Perspektiven bieten sollte. Da macht es Sinn, dass die Verantwortlichen längst in jedem der drei Teams (U15/U16/ U18) neben einem guten Spiel auch gute Ergebnisse anpeilen. Können Pleiten am Fließband doch ein Perspektiven-Killer sein.

Sinn macht es zudem, die Durchlässigkeit des Betriebs bis ganz rauf laufend zu evaluieren. Den einen oder anderen Profi-Impuls braucht es auch, um Youngsters vor der Ziellinie Perspektiven zu bieten. Michael Steinwender, Stephan Schimandl oder Goalie Manuel Salaba schnuppern schon länger, auch Christoph Halper befindet sich in der Warteschleife. Beim letzten SVM-Bundesliga-Match gegen den LASK durfte David Nemeth (17) erstmals auf der Bank Platz nehmen. All das sind gute Indizien. Für einen aktiven Einbau braucht es früher oder später aber eine zusätzliche Evaluierung: Wie stehen die Chancen des eigenen Nachwuchses in der Kader-Hierarchie tatsächlich? Ist mittelfristig die nötige Spielzeit machbar? Gibt es Perspektiven? Nur dabei sein ist auf lange Sicht gesehen eben doch nicht alles.