Punkte wären gut, ein Knipser auch. Über das letzte SVM-Duell vor der Winterpause, in dem es vor allem um eine mental angenehmere Lage geht.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 11. Dezember 2019 (06:05)

Das biedere 0:0 des SV Mattersburg in St. Pölten hat die bittere Serie von sechs Niederlagen in Folge durchbrochen – und somit seinen Zweck erfüllt. Das jüngste 1:2 gegen die Admira wiederum hat vor allem aufgrund der Leistung nach der Pause den Aufwärtstrend bestätigt. Auch wenn das Ergebnis und der Blick auf die Tabelle zum Fürchten sind: Sobald die Kampfkraft und der Wille für Außenstehende mit freiem Auge sichtbar werden, ist das schon ein gutes Zeichen.

Kaufen kann man sich beim SVM damit vorerst nichts. Grün-Weiß bleibt Letzter. Welchen Stellenwert die nun folgende Partie beim Vorletzten WSG Tirol hat, ist offensichtlich. Es geht um das Abgeben der Roten Laterne, um eine mental etwas angenehme(re) Winterpause. Mehr nicht.

Nach dem Ende des Grunddurchgangs und der Teilung der Liga wird das Feld so oder so verdammt eng zusammenrücken. Sich jetzt auf dem einen oder anderen Teilerfolg auszuruhen, wäre also fatal. Für praktisch alle Mannschaften unterhalb des Strichs gilt, sich möglichst fit zu machen, um in den verbleibenden Runden nach dem Ende der Winterpause einen Positiv-Trend einzuleiten und vor allem dann in der Qualifikationsphase zuzuschlagen.

Zeigt der SVM ein Gesicht wie nach der Pause gegen die Admira, darf Zuversicht aufkeimen. Auch wenn Gäste-Stürmer Sinan Bakis in Hälfte zwei zweimal zuschlug, den Sieg fixierte und so für die anstehende Transferphase deutlich vor Augen führte, was den brav kämpfenden Mattersburgern dringend fehlt: ein eiskalter Knipser.