Sachlichkeit trotz frostiger Zeiten. Bernhard Fenz über die Absagen im Fußball-Unterhaus, die keine langfristige Panik nach sich ziehen müssen.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 21. März 2018 (06:29)

Gestern, Dienstag, begann hierzulande der kalendarische Frühling. Gefühlt soll es allerdings noch bis inklusive Ostern winterlich bleiben, weshalb der Meisterschaftsbetrieb im burgenländischen Unterhaus empfindlich ins Wanken gerät.

Gut möglich, dass manche Vereine alle fünf veranschlagten Ersatztermine nutzen müssen oder mancherorts dann sogar neben Ostermontag (2.4.), Staatsfeiertag (1.5.), Christi Himmelfahrt (10.5.), Pfingstmontag (21.5.) und Fronleichnam (31.5.) noch zusätzlich an einem normalen Arbeitstag unter der Woche zum Nachholen gezwungen sind. Ergo ist es nur verständlich, dass der terminliche Stressfaktor im heurigen Frühjahr steigt.

Gut möglich ist aber auch, dass im kommenden Jahr Anfang März niemand mehr die jetzigen Wetterkapriolen im Kopf hat, wenn wir wieder auf der sonnige(re)n Seite stehen und über Absagenprobleme wie diese nur schmunzeln können. Trotzdem hat es Sinn, die Fußball-Betriebszeiten zu überdenken und punktuell zu adaptieren. Seitens des Burgenländischen Fußballverbands (BFV) wird laut über zumindest einen weiteren Spieltag im November nachgedacht. Wo trotz Nebel und früher Finsternis oft das noch recht milde Wetter zum Kicken verleiten würde.

Bislang wurde eine Runde im BFV-Cup nach dem Herbstdurchgang gespielt. Beim Pokalbewerb wäre in diesem Punkt künftig wieder terminlichere Flexibiliät nötig, um den Weg für eine komplette Meisterschaftsrunde freizumachen und so allen Teams jedenfalls eine weitere Spieltagsmöglichkeit zu garantieren. Ein kleiner, nötiger Schritt, der aber reicht. Denn dass der Winter jedes Jahr in dieser Form ausartet, ist unwahrscheinlich. So viel Sachlichkeit muss sein.

Fußball Winter Absagen Spielabsagen Symbolbild 440_0008_7182885_bvz09fenz_absagenfoto_quer4sp.jpg
Derzeit hält das winterliche Wetter den Fußballbetrieb kräftig auf.
BVZ