Stabil sein – der Rest ist Abenteuer. Bernhard Fenz über die Lage für den SV Mattersburg nach der Winterpause.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 19. Dezember 2018 (05:49)

Für Marko Kvasina sind die Top-Sechs der Zwölferliga, wie er sagt, nach wie vor drin. Klar, was sollte er auch anderes von sich geben, als er im TV-Interview nach der 1:2-Niederlage beim LASK auf die Ausgangslage vor den letzten vier Spielen des Grunddurchgangs angesprochen wurde. Es ist ja ganz klar: Solange die theoretische Chance des SV Mattersburg lebt, muss man auch darum kämpfen.

Die praktische Faktenlage sieht freilich anders aus. Wir lassen uns gerne eines Besseren belehren und freuen uns über ein finales Überholmanöver, aber unter normalen Umständen wird dem SVM der Sprung unter die Top-Sechs nicht mehr gelingen. Das müssten schon abenteuerliche vier Schlussrunden sein – genau darauf deutet die bisherige grün-weiße Saison aber eben nicht hin.

Die Burgenländer wären daher gut beraten, sich über den Winter zu sammeln, die Spielideen von Neo-Trainer Klaus Schmidt weiter zu verinnerlichen und über den Grunddurchgang hinaus an der nötigen Konstanz zu feilen. Das scheint bei weitem besser als sich krampfhaft an Strohhalmen festzuklammern. Im ersten Spiel nach der Winterpause geht es daheim gegen Sturm Graz im direkten Duell um die letzte theoretische Chance. Was, wenn der SVM gegen die zuletzt wiedererstarkten Grazer nicht gewinnen sollte? Fallen dann alle schon nach dem ersten Spiel ins große Jammertal?

Um jeden Preis in die Meistergruppe zu kommen, kann also ob der aktuellen Tabellensituation nicht der vernünftige Aufhänger für das Frühjahr sein. Gut vorbereitet und mental absolut stabil zu sein, ist ein viel realistischerer Ansatz. Dieses überlebenswichtige Rüstzeug braucht es für eine Qualifikationsgruppe. Da muss der SVM laufend funktionieren.