Stärkere Wirkung, offener Ausgang. Über eine Corona-Allianz der Teamsportverbände. Kollektiv aufzutreten macht Sinn, nur bitte nicht zu viel erwarten.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 22. Januar 2021 (01:23)

Mit einer gemeinsamen Aussendung machten die elf Teamsportverbände (American Football, Baseball, Basketball, Eishockey, Faustball, Fußball, Handball, Hockey, Rugby, Volleyball und Wasserball) zuletzt mobil, um ein wichtiges, übergreifendes Anliegen zu artikulieren: Eine schrittweise Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs soll – unter den gebotenen Sicherheitsauflagen – an die Öffnung der Schulen gekoppelt sein.

Im Sinne einer gestärkten Lobby ist es grundvernünftig, eine gemeinsame, klare Zielsetzung zu artikulieren. Um noch mehr gehört und wahrgenommen zu werden. Sport Austria mit Präsident und Burgenlands Alt-Landeshauptmann Hans Niessl an der Spitze ist hier als Dach des organisierten Sports federführend, ein Zusammenschluss von Fachverbänden macht aber zusätzlich definitiv Sinn.

Was das angestrebte Ergebnis betrifft, sollten sich die Beteiligten trotzdem nicht zu sehr (vor)freuen. Weil im Sport Facetten wie Indoor und Outdoor, Kontakt oder Abstand, Mannschaft oder Kleingruppe die gemeinsame Sache am Ende doch wieder verkomplizieren. Ergo ist es innerhalb der Sportszene ratsam, für den unmittelbaren erwünschten Weg zurück ins Training Abstufungen bei der Bewertung, zeitliche Verzögerungen und auch Rückschläge einzukalkulieren. Die Latte der Erwartungshaltung muss niedrig angesetzt werden. Alles andere wäre nämlich blauäugig.