Startschuss: Es hätte einer sein können. Über die Vergabe der rot-goldenen ÖFB-Cup-Tickets, die Potenzial für ein Mini-Burgenlandliga-Turnier gehabt hätte.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 14. Mai 2021 (03:45)

Neusiedl/See, Draßburg, Deutschkreutz und Siegendorf heißen die vier burgenländischen Vertreter der kommenden ÖFB-Cup-Saison 2021/2022. Die ersten beiden Klubs sind dabei als aktuelle Ostligisten klar gesetzt. Auch wenn die jüngste Spielzeit zum zweiten Mal in Folge annulliert wurde, haben sie es sich als höchste Vertreter des burgenländischen Amateurfußballes verdient. Die beiden anderen Plätze erneut mit denselben Landesliga-Teams zu besetzen, ist nicht so eindeutig. Dabei richtete der Burgenländische Fußballverband (BFV) den Fokus auf die zuletzt annullierten Spielzeiten und kam auf den Nenner, dass dies die würdigen Vertreter seien.

Von den Punkten her stimmt das auch, hätte Deutschkreutz 61, Siegendorf 56 und Pinkafeld als Dritter im Bunde 43. Aus dem Südburgenland war auch kein Groll ob dieser Entscheidung zu vernehmen. Fraglich bleibt dennoch, warum die vergangene Saison nicht etwas mehr in den Fokus gerückt wurde. Dort hatte der SCP ein Spiel weniger als Tabellenführer Deutschkreutz und hätte diese bei einem etwaigen 2:0-Sieg gar noch überholt. Faktisch wäre man dann auf Platz eins – Siegendorf wäre aufgrund der offenen Nachtragspartien der eigentliche Leader gewesen – zugegeben. Die Vergabemöglichkeiten sind jedenfalls breitgefächert. Positiv ist, dass der BFV Alternativen zumindest durchdiskutierte und auch ein Ringen der besten acht Mannschaften in Erwägung zog.

Ein kleines K.O.-Turnier vor Meisterschaftsstart hätte schon seinen Charme gehabt. Aufgrund der Covid-Situation wollte man sich aber auf keine Abenteuer einlassen. Nach wie vor ist die Zuseherfrage ist ungeklärt und generell sollte man den Vereinen, die doch sehr vieles hinter sich haben, auch nicht zu viele Bürden auferlegen. Schade ist es dennoch, denn so ein Treffen der besten Acht wäre ein wunderschöner Startschuss ins neue Fußball-Jahr gewesen. Sich bei optimalen Bedingungen untereinander zwei Cupplätze auszuspielen, wäre Champions League-Final-Flair auf Amateurbasis und so eine kleine Rückkehr zur Normalität gewesen.