Umbruch soll auch ein Aufbruch sein. Über den Saisonstart der beiden burgenländischen Teams in der Regionalliga Ost.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 30. Juli 2021 (04:10)

Neusiedl und Draßburg haben — so wie viele andere Fußballvereine schwere Monate hinter sich. Lange ist es her, dass die Kicker der beiden Klubs aus der Regionalliga Ost ein Meisterschafsspiel in den Beinen hatten. Genauer gesagt seit Oktober 2020, also rund neun Monate. In dieser Zeit hat sich viel getan — speziell in Bezug auf das am Rasen ausführende Personal. Viele neue Gesichter wird man am ersten Spieltag (morgen, Freitag um 19.30 Uhr) am Sportplatz in Draßburg sehen, wenn gleich in Runde eins der neuen Saison das direkte Duell jener zwei rot-goldenen Fußballklubs stattfindet, die am höchsten klassiert sind.

Es hat also viel Veränderung in der Seestadt sowie in Draßburg stattgefunden — bei Neusiedl sogar noch mehr, weil dort schwingt nun auch ein komplett neues Trainer-Team um Marian Tomcak, Norbert Pammer und dem NSC-Sportchef Günter Gabriel das Zepter. Seit Anfang des Jahres kümmert sich ein neuer Vorstand rund um Obmann Peter Eigl um Organisatorisches und Wirtschaftliches. Ein Umbruch in der Seestadt war also unübersehbar, eine leise Aufbruchstimmung ist nicht zu überhören. Man hat sich in der Seestadt höhere Ziele gesteckt, als in den vergangenen Jahren — es soll nicht mehr nur um das sportliche Überleben in der Regionalliga Ost gehen. Nach vorne schauen lautet die Devise, ein Platz im ersten Drittel der Tabelle wird anvisiert. In Draßburg verhält man sich diesbezüglich ein wenig defensiver, will man vor allem eines nicht - nämlich absteigen. Und das auch mit viel neuem Personal in der Mannschaft. Mehr als zehn Spieler haben den Klub verlassen und auch die Zugang-Seite war nach dem Transferschluss zweistellig.

Dementsprechend geht man mit einer Portion Ungewissheit in das Auftaktspiel — so richtig weiß keiner, wo er aktuell steht. Und freilich weiß auch keiner, ob aus dem Umbruch je ein Aufbruch wird. Definitiv weiß man aber, dass es gleich einmal um die Nummer eins im Burgenland geht. Und die hat dann zumindest einen Startvorteil auf dem Weg vom Umbruch zum Aufbruch.