Bauprogramm im Burgenland umfasst 2018 115 Mio. Euro. Im Burgenland fließen heuer 115 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln in Bauvorhaben im Straßen- und Wasserbau. Landesrat Hans Peter Doskozil (SPÖ) präsentierte das 125 Vorhaben umfassende Programm am Mittwoch in Parndorf.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 11. April 2018 (13:53)
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Straßenbaulandesrat Hans Peter Doskozil und Baudirektor Wolfgang Heckenast präsentierten die Straßenbauprojekte für das Burgenland 2018

Wichtige Vorhaben im Bereich des Landes sind dabei der Neubau einer Ostbahnbrücke bei Parndorf und der Bau der B61a bis zur Staatsgrenze im Mittelburgenland.

Von der Gesamtsumme entfallen rund 62 Millionen Euro auf Bundes- und Landesstraßenprojekte. 45 Millionen werden im Bereich der Wasser- und Umweltwirtschaft verwendet, acht Millionen entfallen auf ländliche Wege.

Die meisten Bauprojekte, etwa 60, werden im Südburgenland umgesetzt, berichtete der Baudirektor des Landes, Wolfgang Heckenast. Im Bereich der Landesstraßenverwaltung liege die landesweite Investitionssumme bei 23,4 Millionen Euro.

Beim Brückenneubau in der Businesszone Parndorf - Neusiedl am See laufen bereits die Vorbereitungsarbeiten. Das Bauwerk stammt aus dem Jahr 1948, die Widerlager seien noch aus Sandstein gemauert. Für einen reibungslosen Ablauf soll eine Ersatzbrücke sorgen, die ab Ende Mai errichtet wird. Die Baukosten für die Ostbahnbrücke bezifferte Heckenast mit etwa 1,37 Millionen Euro. Das Projekt soll im November 2018 abgeschlossen werden. Ebenfalls in Parndorf erhält der Zubringer von der A4 auf die B50 einen zusätzlichen Fahrstreifen.

Die Weiterführung der B61a, die an die S31 im Mittelburgenland anschließt und bis zur Staatsgrenze bei Rattersdorf weitergeführt wird, sei ein grenzüberschreitendes Projekt mit Ungarn im Rahmen des Interreg-Programms der EU. Das Bauvorhaben soll im Mai beginnen und bis November 2019 dauern. Die Investitionen bezifferte Heckenast mit etwa 5,2 Millionen Euro.

Für ein wichtiges Baulos im Südburgenland, die von Juli bis November dieses Jahres geplante Errichtung eines Kreisverkehrs bei Großpetersdorf im Bezirk Oberwart, erwarte man Kosten von etwa 600.000 Euro. Momentan laufe die Grundstückseinlöse.

Die Asfinag investiere auf der S31 rund 15 Millionen Euro in verschiedenste Ausbaustufen. Unter anderem erfolge die Generalsanierung von Brücken und eine Instandsetzung des Knotens Mattersburg. Der Streckenabschnitt Mattersburg - Weppersdorf erhält eine bauliche Mitteltrennung. Bis 2023 sollen diese Arbeiten umgesetzt sein, erläuterte Heckenast.

Ähnlich verhalte es sich mit der S7 im Südburgenland, wo die Asfinag heuer rund 8,4 Millionen Euro aufwende. Derzeit werde bis August eine Baustraße errichtet. Außerdem liefen Ausschreibungen im Bereich des Tunnel Rudersdorf und für zwei große Klappbrückenobjekte.