Psychische Erkrankungen: „Dieses Schicksal kann jeden treffen“

Psychische Erkrankungen belasten auch das Umfeld der Betroffenen, – Hilfe gibt es seit zwei Jahrzehnten vom Verein HPE.

Erstellt am 25. Oktober 2021 | 13:40
20 JAHRE HPE BURGENLAND „Dieses Schicksal kann jeden treffen“
20 Jahre – 20 Statements. HPE-Obfrau Angelika Klug hat Wünsche und Überlegungen von Profis und Vereinen gesammelt, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Foto: Gollubics
Foto: Gollubics

„Es ist sozusagen ein Hammer, wenn man erfährt, dass jemand psychisch krank ist, den man lieb hat“, weiß Obfrau Angelika Klug aus eigener Erfahrung – ihr mittlerweile erwachsener Sohn leidet seit seiner Jugend an Schizophrenie. Psychische Erkrankungen im engsten Umfeld, ein Schicksal, das jeden treffen könnte, gibt die Lebens- und Sozialberaterin zu bedenken.

Ziel des 2001 von Hermine Leiner gegründeten gemeinnützigen Vereins HPE Burgenland ist es daher, Angehörigen und Freunden eine Stimme zu geben, „damit sie sich nicht alleingelassen fühlen oder auch, um ihnen etwaige Schuldgefühle zu nehmen“, wie Klug betont.

Unterstützung wird etwa in Form von Beratungen, Selbsthilfegruppen oder auch Beiträgen in der vereinseigenen Zeitung geleistet, – mittlerweile zählt man über 180 Mitglieder. Seit einiger Zeit würden sich auch vermehrt Auswirkungen von Corona auf die Psyche bemerkbar machen, so Klug: „Wir haben es derzeit vor allem mit Elternteilen zu tun, wo der Partner erkrankt ist.“ Auch während der Pandemie habe man es aber geschafft, die Hilfsangebote über Telefon oder die sozialen Medien aufrechtzuerhalten.

Mit einer großen Feier zum 20-jährigen Bestehen werde es pandemiebedingt leider nichts werden, - in fünf Jahren zum „silbernen“ Jubiläum werde man dann aber alles nachholen, hofft die Obfrau.