Doskozil: "Burgenland verliert große Persönlichkeit". Landeshauptmann und Kulturreferent Hans Peter Doskozil zeigt sich tief betroffen vom Ableben Robert Schneiders: „Das Kulturland Burgenland verliert eine große Persönlichkeit. Ich werde Robert Schneider nicht nur wegen seines kulturellen Engagements und Schaffens, sondern auch wegen seiner menschlichen Größe vermissen.“

Von Redaktion bvz.at. Erstellt am 13. April 2019 (13:42)
Hans Peter Doskozil
APA/HANS KLAUS TECHT

Robert Schneider habe sich über die Grenzen des Burgenlandes hinaus als vielseitiger Künstler einen Namen gemacht. Durch sein kreatives Schaffen sei es ihm gelungen, Unsichtbares sichtbar zu machen. Als Mitbegründer der Cselley Mühle in Oslip habe er wesentlichen Anteil daran, dass sich das Burgenland als offenes Kulturland auch international positionieren konnte.

Nicht nur die österreichische Kunst- und Kulturszene, auch internationale Weltstars seien durch die Cselley Mühle ins Burgenland geholt worden. Es sei eine einzigartige Einrichtung geschaffen worden, die sich stets auch mit neuen und zeitgenössischen Kunstformen auseinandersetzte. Robert Schneider sei es stets auch ein Anliegen gewesen, künstlerisch Neues zu ermöglichen und junge Künstlerinnen und Künstler zu unterstützen.

Erst vor wenigen Tagen habe sich eine Jury dafür ausgesprochen, dass Robert Schneider der diesjährige Kulturpreis des Landes Burgenlandes in der Kategorie "Bildende Kunst" verliehen wird – diesen könne er nun nicht mehr persönlich entgegennehmen. „Mein Mitgefühl gehört in diesen schweren Stunden den Angehörigen Robert Schneiders“, so der Landeshauptmann.

Steiner zum Ableben von Robert Schneider

Thomas Steiner
Josef Siffert

„Robert Schneider hat Generationen von Jugendlichen Kultur nähergebracht, durch die ‚Mü‘ und durch seine oft philosophischen Ansichten zur Kunst. Daran erinnere ich mich so wie viele andere zurück, für die die Cselley Mühle zur zweiten Heimat während der Jugend wurde. Das Bild des Keramikers, der sich selbst immer als ‚Mädchen für alles‘ gesehen hat, mit seinem weißen Bus, in Arbeitskleidung mit herzhaftem Lachen, werde ich nie vergessen“, so Landesparteiobmann Thomas Steiner.