Auch Burgenlands Schulen im Corona-Modus. Den Schülerinnen und Schülern wird großteils Disziplin attestiert; vereinzelte Kritik am Nichteinhalten des Abstands.

Von Alexandra Gollubics-Prath. Erstellt am 28. Mai 2020 (06:21)
Schul-Alltag. Die Maske griffbereit am Tisch.
Birgit Böhm-Ritter

Ein Kommen und Gehen herrscht nach Pfingsten an den Schulen: Während für rund 2.000 Maturanten im Burgenland mit den letzten schriftlichen Terminen der Schulabschied bevorsteht, beginnt die letzte Phase der Schulöffnung. Nach elf Wochen Corona-bedingter Auszeit geht es auch für die rund 8.800 Schüler der AHS-Oberstufen, Berufsbildenden Schulen und Berufsschulen zurück auf die Schulbank.

Was für sie noch Neuland bedeutet, ist für jüngere Schüler seit Mitte Mai gelebte Realität – der „neue“ Schul-Alltag. Generelles Echo bisher: Maskentragen, Händewaschen und -desinfektion sowie Abstandhalten funktionieren recht gut.

Für Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz ist die Einhaltung der Maßnahmen sogar „vorbildhaft“, aber auch Elternvereins-Obfrau Christina Riedl ortet „viel Disziplin“ – Klagen von Eltern gebe es kaum und wenn, dann am ehesten noch einen zu geringen Abstand zwischen Schülern auf dem Weg vom Bus zur Schule betreffend.

Seitens der Schulen zeigt man sich bemüht, Ansammlungen zu vermeiden. „Um etwa ein geordnetes Betreten der Klassenräume zu gewährleisten, sind bei uns viele Pädagogen viel früher vor Ort als sonst“, schildert Riedl, selbst Volksschullehrerin. Vielfach bewähren würde sich auch ein zeitlich gestaffelter Aufenthalt auf dem Pausenhof.

Kinder- und Jugendanwalt Christian Reumann mahnt in der Thematik einen „Auftrag an Erwachsene“ ein – man solle erklären, dass es um Vorsichtsmaßnahmen gehe, „aber das Virus nicht zu einem Katastrophen-Szenario ausbauen“.