Energie-Autarkie ist kein Sprint sondern ein Marathon

Erstellt am 29. September 2022 | 04:16
Lesezeit: 2 Min
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Pakete für Haushalte. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (l.) und Burgenland-Energie-Vorstand Stephan Sharma überzeugten sich von der neuen Technologie.
Foto: Millendorfer
Wie – und bis wann – die neuen Energie-Modelle im Burgenland umgesetzt werden sollen.
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Zuhause bis zu 70 Prozent Energie-unabhängig sein, ein Slogan, der aufhorchen lässt. Die Modelle dazu hat sich die Burgenland Energie im Auftrag des Landes überlegt.

Wärmepumpen und Photovoltaik sind bekannte Kernelemente, ein Speicher und Hilfsmittel wie eine Heizsteuerung neue Zutaten. Und es soll landesweit noch bis zu 260 Energiegemeinschaften geben. Die müssen allerdings erst gebaut werden. Dass bis zur Strompreis-Erhöhung im Jänner keine fertigen Lösungen errichtet sein können, liegt auf der Hand; Landeshauptmann Hans Peter Doskozil formulierte aber das „durchaus ambitionierte“ Ziel einer Umsetzung in drei Jahren.

Haushalte, die auf Wärmepumpe oder PV am Dach umsatteln, können das natürlich schneller schaffen; es gebe keine Lieferschwierigkeiten bei der Technik, hielt Burgenland-Energie-Chef Stephan Sharma fest, rar seien nur die Monteure.

Länger warten muss man auf die Energiegemeinschaften, die von der Burgenland Energie auf Wunsch von Gemeinden installiert werden. Die ÖVP sieht hier neue großflächige PV-Anlagen kommen, die Grünen meinen, das Land wolle „die Energiegemeinschaften an sich reißen“.

In der kommunalpolitischen Praxis jedenfalls braucht es Einigungen und Genehmigungen – und die dauern auch ihre Zeit. Am Ende hängt die Umsetzung der Pläne von der Nachfrage ab: Basis einer Energiegemeinschaft sind bis zu 100 Interessenten; für 260 solcher Gemeinschaften müssen also viele umsatteln.