Beratungstage für Menschen mit Behinderung im Burgenland ausgeweitet

Erstellt am 18. August 2022 | 12:18
Lesezeit: 2 Min
Beratungen für Menschen mit Behinderung erfolgen nun auch direkt auf den Bezirkshauptmannschaften
Foto: Landesmedienservice Burgenland
Die Servicestelle für Menschen mit Behinderung im Burgenland hat zu Jahresbeginn ihre Arbeit aufgenommen, nun werden auch in allen Bezirkshauptmannschaften Beratungstage abgehalten, gab Soziallandesrat Leonhard Schneemann (SPÖ) am Donnerstag bekannt.
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120 Beratungen wurden bereits durchgeführt, als eine erste Erfahrung daraus sollen künftig flächendeckend Flüssigsauerstoff-Tankstellen verfügbar sein und zwar bei den geplanten Pflegestützpunkten, kündigte Schneemann an.

Im Burgenland leben über 21.000 Menschen mit Behinderungen in unterschiedlicher Ausprägung. "Es ist unsere gesellschaftliche Verpflichtung, Unterstützung zu leisten", so der Landesrat. Im ersten Schritt wurde die Servicestelle räumlich beim Patienten- und Behindertenanwalt eingerichtet und Anfang August starteten die ersten Beratungstage in den Bezirkshauptmannschaften.

Beratungen für Menschen mit Behinderung erfolgen nun auch direkt auf den Bezirkshauptmannschaften
Foto: Landesmedienservice Burgenland

Das Beratungsspektrum sei umfangreich und gehe etwa vom Wohnen über die Schule bis hin zur Betreuung. Auch wenn es um Assistenzleistungen oder Hilfe bei Anträgen geht, ist die Serviceeinrichtung eine Anlaufstelle. Die Beratungen erfolgen unverbindlich und kostenlos. "Ich bin überzeugt, dass wir damit den Menschen mit Behinderung sehr gut und effektiv helfen können", erklärte Schneemann. So soll etwa das Angebot der Flüssigsauerstofftankstellen, von denen es im Burgenland aktuell nur zwei gibt, flächendeckend ausgebaut werden.

Auch Rudolf Halbauer von der Servicestelle sprach von einem "regionalen und niederschwelligen Angebot", da etwa auch schriftliche oder telefonische Beratung für manche eine Barriere darstellen könne. Die Beratungsschwerpunkte variieren seiner Erfahrung nach stark, oft sind laut Halbauer Kinder betroffen.