Beamte müssen schwitzen. KEINE HITZEFERIEN / Sonderregelungen sind im Landesdienst nicht vorgesehen. Auch die Politik zeigt sich „hitzeresistent“.

Erstellt am 04. Juli 2012 (00:00)
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„Wir sind das Land der Sonne. Wir sind Hitze also gewöhnt“, scherzt Ernst Böcskör, Leiter der Sicherheitszentrale, der auch für den Arbeitnehmerschutz der Landesbediensteten zuständig ist. „Es gibt – außer vereinzelter Klimaanlagen und einer Stützkühlung im Landhaus Neu  – keine Hitzeschutzmaßnahmen.“

Das heißt: Eigene Wasserrationen, längere Pausen oder gar ein hitzefreier Nachmittag – wie in anderen Bundesländern – gibt‘s für die heimischen Beamten nicht. Es darf geschwitzt werden. Böcskör erklärt es so: „Die Zeiten sind vorbei. Es würde auch niemand verstehen, wenn die Beamten hier Privilegien haben.“

Niessl: „Mir tut die Kälte  weh und die Hitze gut …“

Noch härter als im Landhaus (mit teilweise mehr als 30 Grad Zimmertemperatur) ist der Job im Straßendienst – vor allem bei Fahrbahn-Arbeiten, bei denen Mischgut von 190 Grad zum Einsatz kommt. „Der Dienst wird durch die Hitze zwar erschwert, aber wie in anderen Firmen erledigt“, sagt dazu Alexander Rüdiger Knaak vom Bau- und Betriebsdienstleistungszentrum.

Ihren Terminplan hält auch die Landesspitze trotz hoher Temperaturen ein: „Ich bin ein Mensch, dem die Kälte wehtut und die Hitze gut“, verrät etwa Landeschef Hans Niessl. Gute Voraussetzungen also für die SPÖ-Radtour, die nächste Woche startet. Einen interessanten Tipp hat auch Landesvize Franz Steindl: „Ich habe gelernt, mich mental so auf die Hitze einzustellen, dass ich kaum schwitze.“