Europa-Einsatz gegen Krebs: Sagartz in Sonderausschuss. Christian Sagartz als einziger österreichischer EVP-Abgeordneter im Team: „Mehr in die Forschung investieren.“

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 16. Juli 2020 (06:34)
VP-Europaparlamentarier Christian Sagartz in Straßburg: „Auf europäischer Ebene noch besser vernetzen.“
ÖVP

Die Zahl der Neuerkrankungen steigt in allen Ländern; 40 Prozent der Menschen in Europa haben irgendwann in ihrem Leben unmittelbar mit Krebs zu tun. Zahlen, die alarmieren – und die nun auch die EU verstärkt auf den Plan rufen.

Vor wenigen Wochen hat das Europa-Parlament einen eigenen Sonderausschuss zur Bekämpfung der heimtückischen Krankheit eingerichtet. Das Ziel des Ausschusses, der sich aus 33 Mitgliedern zusammensetzt, ist es, „alle Kräfte im Kampf gegen den Krebs zu bündeln“.

Eigene Krebserkrankung mit 23 prägte Sagartz

Als einziger österreichischer Abgeordneter der EVP-Fraktion gehört der burgenländische ÖVP-Chef Christian Sagartz dem Ausschuss als stellvertretendes Mitglied an.

„Wir müssen uns auf europäischer Ebene besser vernetzen. Europa muss auch mehr in die Forschung investieren“, verweist Sagartz im BVZ-Gespräch unter anderem auf das Unternehmen MedAustron in Wiener Neustadt als „europaweit anerkanntes Forschungszentrum vor unserer Haustür“.

Sagartz erkrankte im Alter von 23 Jahren selbst an Krebs, eine bis heute prägende Erfahrung, wie er sagt, die „das Leben plötzlich auf den Kopf stellt“. Deshalb gehe es ihm auch um die Nachbetreuung Betroffener und begleitende Maßnahmen für Angehörige.

Der neue Sonderausschuss soll in Zukunft einen ständigen Austausch mit Experten und Patienten ermöglichen und die tragenden Bereiche Prävention, Diagnose und Behandlung umfassen. „Das Ziel auf europäischer Ebene ist es, alle Ressourcen in der Wissenschaft und im Gesundheitswesen zu bündeln.“