Norbert Hofer auf Tour durchs Burgenland. Am heutigen 21. September stand für Norbert Hofer ein Heimspiel an: Er tourte zum Wahlkampffinale durchs Burgenland. Dabei betonte er bekannte Wahlziele und Inhalte, es war aber auch Neues dabei.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 21. September 2019 (15:54)

Norbert Hofer, der FPÖ-Spitzenkandidat für die Nationalratswahl, startete seine Burgenland-Tour am Vormittag des 21. Septembers in Oberwart. Danach betonte er bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt einmal mehr seine Ziele für die Wahl (20 Prozent und Türkis-Blau weiterführen), erklärte aber auch neue Ziele, wie den stärkeren Fokus auf Direkte Demokratie.

Schwerpunkt: Direkte Demokratie

Hofer verriet, dass die FPÖ 2017 mit der Forderung nach Direkter Demokratie in die Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP gegangen sei. Die FPÖ wollte damals, dass Volksbegehren ab vier Prozent der Wählerstimmen (rund 250.000 Unterschriften) verpflichtend zu einer Abstimmung führen. Der ÖVP sei das zu niedrig gewesen, sie habe laut Hofer befürchtet, dass die SPÖ über die Gewerkschaften so Regierungs-Plänge durchkreuzen könnte. Das Resultat: Die Grenze sollte auf 900.000 Stimmen gehoben werden, Gültigkeit ab Ende der Legislaturperiode. Die FPÖ will nun wieder verstärkt auf ihre ursprüngliche Forderung pochen.

Tschürtz: Stimmengewinn wäre Wählerauftrag Rot-Blau fortzuführen

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Norbert Hofer und Johann Tschürtz bei der Pressekonferenz in Eisenstadt

 Parteikollege und Landeshauptmann-Stellvertreter legte das direkt-demokratische Modell auf die Landtagswahlen im Burgenland um: "Wenn die Wähler der SPÖ und der FPÖ gleich viel oder mehr Stimmen geben als bei der letzten Wahl, dann führen wir die Koalition weiter fort."

Die Situation im Burgenland vor der Landtagswahl sei neu für die FPÖ: Erstmals können die Wähler der Regierungsarbeit der FPÖ ein Zeugnis ausstellen. Dieser stellt Tschürtz erwartungsgemäß ein gutes Zeugnis aus: "Unsere gute Arbeit im Burgenland hat sicherlich auch dazu beigetragen, dass die ÖVP auf Bundesebene mit uns koalieren wollte." 

Für Hofer ging es danach weiter nach Rust zu einer Wahlveranstaltung mit dem Burgenländischen Spitzenkandidaten Christian Ries. Abschließend stand ein Grillabend in Horitschon an: