FPÖ-Tour durchs Burgenland: Hofer-Korb für Kickl

Erstellt am 19. Mai 2022 | 05:05
Lesezeit: 3 Min
Für FP-Bundesparteiobmann Kickl wäre Hofer eine Option für das Präsidentenamt gewesen. Der will aber erst wieder 2028.
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„Norbert Hofer ist eine Top-Persönlichkeit und eine Option für das Amt des Bundespräsidenten“, meinte FP-Bundesparteiobmann Herbert Kickl bei seinem Burgenlandbesuch am Freitag. Die Rechnung hat er ohne Hofer gemacht, denn dieser gab Kickl nur wenige Stunden später einen Korb.

„Werden auch das Hendl im Herbst rupfen“

Zumindest einen Durchgang wolle er auslassen, denn „es wäre für mich, die FPÖ und fürs Land klug, wenn ich diese Runde auslasse und die nächste gewinne“, kündigte der Pinkafelder sein Antreten bei der Wahl 2028 an.

Mit der Verfassungssprecherin Susanne Fürst hatte Kickl eine weitere Antwort auf eine Kandidatin für das höchste Amt im Land im Talon. Mit einer endgültigen Entscheidung, so Kickl, wolle man sich aber Zeit lassen, „zuerst muss der Bundespräsident seine Hosen runterlassen und dann werden wir auch das Hendl im Herbst rupfen“.

Grenzgemeinde, „wo Asylwerber nur so hereinwuseln“

In seiner Rede sprach Kickl von einer „perversen politischen Situation in Wien“ und bekam dafür von den rund 100 Gästen in Rechnitz Applaus. Mit 53 Jahren sei er zum ersten Mal in der Grenzgemeinde im Bezirk Oberwart, „wo Asylwerber nur so hereinwuseln“.

Mit ihm als Innenminister wäre Not und Elend im eigenen Land nicht vergessen worden, ließ Kickl auch Kritik an der Bundesregierung und deren Haltung im Ukraine-Krieg sowie an den Covid-Maßnahmen nicht fehlen.

Für Landeshauptmann Hans Peter Doskozil hatte der FP-Bundesparteiobmann durchaus Sympathien mit im Gepäck. Doskozil statt Rendi Wagner würde für ihn zwar nicht viel ändern, aber „die Gesprächsbasis mit Doskozil würde definitiv eine Bessere sein“, meinte Kickl.