Klimastrategie: Grüne wünschen sich mehr Tempo. "Die Richtung stimmt, das Tempo nicht", kommentierten Burgenlands Grüne am Montag die von Landesrätin Astrid Eisenkopf (SPÖ) präsentierte Klima- und Energiestrategie.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 02. Dezember 2019 (18:07)
Regina Petrik
Wolfgang Millendorfer

Das Programm sei in einigen Punkten "durchaus ambitioniert", stellte Landessprecherin Regina Petrik in einer Aussendung fest. Zentrale Punkte des Klimaschutzes, wie die Eindämmung des Bodenverbrauchs, würden ihr aber fehlen.

In der Klimastrategie finde man Maßnahmen, "die wir seit Jahren im Landtag einfordern und die bisher von den Regierungsfraktionen abgelehnt wurden. Landesrätin Eisenkopf hat offensichtlich mehr Klimaschutz-Ambitionen als ihr Landtagsklub und das ist sehr erfreulich", betonte Petrik. Im Bereich der Mobilität sei das Programm aber insgesamt sehr zurückhaltend. "Es fehlt der Mut zu sagen, dass eine wirksame Klimastrategie, die die nachhaltige Reduktion des CO2-Ausstoßes anstrebt, eine Reduktion des Autoverkehrs beinhalten muss."

Auch das große Problemfeld Bodenversiegelung und Flächenfraß sei nur in der Überschrift "Raumordnung" abgebildet. "Die SPÖ wird einen im Klimaschutz bewährten und mutigen Koalitionspartner in der Landesregierung brauchen, um die Strategie noch auszubauen und umzusetzen", sagte Petrik. In einem zentralen Punkt stimme sie Eisenkopf zu: "Das Zeitfenster, um die Klimakrise abzuschwächen, schließt sich schnell."