Letzte Vorbereitungen für Gebärdendolmetsch. Im Burgenland-Landtag kommt ab 19. September eine Gebärdendolmetscherin zum Einsatz.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 22. August 2019 (16:44)
Söllner

Vorerst sollen Sitzungen von 10.00 bis 13.00 Uhr in Österreichischer Gebärdensprache gedolmetscht werden. Im Burgenland sind rund 300 Menschen gehörlos. Ihnen werde damit der Zugang zu wichtigen Informationen geebnet und eine aktive Teilnahme ermöglicht, so Landtagspräsidentin Verena Dunst (SPÖ) am Donnerstag.

"Wir müssen Information und Bildung geben. Deshalb ist es für die Gehörlosen-Community so wichtig, dass im Burgenland dieser Weg beschritten wird", stellte die Dolmetscherin und Übersetzerin Marietta Gravogl fest, die bei den Landtagssitzungen tätig sein wird. Die Umbauarbeiten laufen bereits. Auf der Besuchergalerie wird ein Podest errichtet. Der Hintergrund, vor dem die Gebärdendolmetscherin stehen wird, bekommt eine einheitliche Farbe.

Vom neuen Angebot würden auch alle Menschen profitieren, die schwer hören und sich deshalb der Gebärdensprache bedienen, so Dunst. Die Österreichische Gebärdensprache ist laut Bundesverfassung seit 1. September 2005 eine gesetzlich anerkannte Sprache.