Naturparke stimmen Managementpläne aufeinander ab. Burgenlands sechs Naturparke stimmen ihre Managementpläne aufeinander ab. Dazu wurde für die kommenden zehn Jahre eine "Rahmenstrategie 2030" erarbeitet, teilte Landeshauptmannstellvertreterin Astrid Eisenkopf (SPÖ) am Dienstag in Eisenstadt mit. Ziel sei es, die Naturparke als Modellregionen für nachhaltige Entwicklung zu etablieren.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 15. September 2020 (12:31)
Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf.
Büro Landeshauptmann-Stellvertreterin

"Jeder Naturpark hat seinen eigenen Management-Plan, in dem Ziele, Projekte und Vorhaben für die nächsten Jahre skizziert sind." Um Synergien besser zu nutzen und die Projekte der einzelnen Naturparke optimal aufeinander abzustimmen, werde darüber die Rahmenstrategie 2030 gelegt, erläuterte Eisenkopf, die gemeinsam mit den Naturpark-Obmännern die zukünftige Schwerpunktsetzung präsentierte.

Die intakte Natur, die schönen Landschaften und die vielseitigen Regionen seien Charakteristika des Burgenlandes und böten eine hohe Lebensqualität. Vom Neusiedler See bis zur Raab hinunter finde man Naturjuwele, die Menschen begeistern und gleichzeitig Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen sind, betonte Eisenkopf. Damit das so bleibe, sollen die Naturparke als Modellregionen für nachhaltige Entwicklung etabliert werden.

Im Rahmen des Projektes werden die Managementpläne optimiert, wobei die wesentliche Aufgabe die Vernetzung der regionalen Akteure sei. "Die Naturparke stimmen ihre Aktivitäten aufeinander ab, berücksichtigen die Ansprüche aus den Bereichen Naturschutz, Tourismus, Regionalentwicklung, Land- und Forstwirtschaft, Raumplanung und Bildung und machen sich fit für die Zukunft", so die Landeshauptmannstellvertreterin. Für das Projekt werden rund 130.000 Euro, auch aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), in die Hand genommen.

Die sechs burgenländischen Naturparke - Neusiedler See-Leithagebirge, Rosalia-Kogelberg, Landseer Berge, Geschriebenstein/Irottkö, Raab-Örseg-Goricko sowie der Naturpark in der Weinidylle - umfassen rund 23 Prozent der Landesfläche. Sie verbinden 41 von insgesamt 171 burgenländischen Gemeinden.

Um die Sicherung der zentralen Lebensgrundlagen für Mensch und Natur zu gewährleisten, wird die Betreuung von 69 Schutzgebieten unterstützt. Dazu gehören ein Welterbegebiet, 16 Natura-2000-Schutzgebiete, sieben Landschaftsschutzgebiete, 43 Naturschutzgebiete bis hin zu Ramsar (2). Die Schutzgebiete bieten zur Erholung und Bildung Einheimischer und Gäste jährlich Führungen und Veranstaltungen für etwa 30.000 Teilnehmer an und führen mit ihren derzeit insgesamt 13 Mitarbeitern zahlreiche lokale, nationale und internationale Projekte durch.