Blaue schließen Wahlkampf mit Musi und Bier ab. Mit viel kaltem Freibier und Schlagerliedern hat die FPÖ Burgenland Freitagabend ihren Wahlkampfabschluss gefeiert.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 24. Januar 2020 (19:25)

Spitzenkandidat Johann Tschürtz hatte die blauen Funktionäre ins Gasthaus Hauer in seiner Heimatgemeinde Loipersbach im Bezirk Mattersburg geladen. Der Landeshauptmannstellvertreter positionierte sich als Bollwerk gegen die türkis-grüne Bundesregierung, die er "vom Burgenland aus stoppen" will.

"Es ist manchmal sehr belastend. Egal was wir tun, es ist immer schlecht", beklagte sich Tschürtz und spielte den Ibiza-Skandal als "besoffene G'schicht" herunter. Er schoss sich besonders auf die ÖVP ein, die die Koalition auf Bundesebene beendet habe, obwohl Heinz-Christian Strache als FPÖ-Chef und Vizekanzler zurückgetreten sei, wie mit Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ausgemacht. "Das, was du nicht willst, das man dir tut, das füge auch keinem anderen zu. Und das hat er gemacht und irgendwann kriegt er von oben die Rechnung präsentiert, das sage ich euch", prophezeite Tschürtz in Richtung Kurz.

Er griff auch die jüngste Debatte um die Errichtung von grenznahen Asylzentren auf und warnte die Burgenländer davor, dass dann 2.000 bis 3.000 Migranten hier festgehalten werden. "Und das ist keine Panikmache, sondern die Realität, die auf uns zukommt." Auch vor Türkis-Grün warnte er. Man werde auf der Autobahn nur mehr 100 und in der Ortschaft nur mehr 30 fahren dürfen. Tschürtz warb einmal mehr für die Fortsetzung der rot-blauen Regierung auf Landesebene. Vielleicht könne man mit der Burgenländischen Landtagswahl den "türkis-grünen Wahnsinn stoppen". "Lasst uns vom Burgenland aus, die türkis-grüne Belastungswelle stoppen."

Mit der FPÖ in der Regierung sei es gelungen, Rekorde im Tourismus zu schreiben, die Grenzsicherung weiterzuführen, die Rettungsmittel aufzustocken und es sei der Gratiskindergarten eingeführt worden. "Hoffen wir am Sonntag auf ein gutes Wahlergebnis und hoffen wir, dass die Schwarzen nicht in der Regierung sind", sagte Christian Spuller, Geschäftsführer der Landessicherheitszentrale Burgenland (LSZ), der den Einpeitscher machte.

Schlagersänger Manuel Eberhardt sorgte mit Hits wie "I am from Austria" und "I am looking for Freibier" für Begeisterung im großen Saal des Dorfwirtshauses. Das blaue Publikum klatschte und schunkelte zu den lauten Klängen, einige wagten sogar ein Tänzchen. Unter den Gästen waren unter anderem die Dritte Landtagspräsidentin Ilse Benkö, Klubobmann Geza Molnar und Landesrat Alexander Petschnig.