ÖVP geht auf "Türkise Trucktour". Die ÖVP geht in der Vorweihnachtszeit auf "Türkise Trucktour" durch das Burgenland. Von 1. bis 13. Dezember macht ein türkiser "Weihnachtstruck" in jedem Bezirk Station: "Wir wollen so ein bisschen Christkindlmarkt-Stimmung in die Bezirke, in die Gemeinden des Landes bringen", sagte ÖVP-Landesparteiobmann Thomas Steiner am Freitag bei der Präsentation in Eisenstadt.

Von APA, Redaktion. Update am 22. November 2019 (14:41)
ÖVP-Landesparteiobmann Thomas Steiner und Landesgeschäftsführer Christoph Wolf.
Gollubics

Der Dezember sei "nicht ein Monat, wo man einen harten Wahlkampf führen möchte, sondern da befinden wir uns eigentlich mitten im Advent in Richtung Weihnachten", meinte Steiner: "Es ist uns aber trotzdem wichtig, dass wir als Volkspartei bei den Menschen sind."

Die Trucktour verbinde man auch mit einer Charity-Aktion für das Kinderhospiz Sterntalerhof. Bei den Veranstaltungen sollen Spenden gesammelt und am Ende der Tour übergeben werden. Ein Kinderhospiz sei etwas sehr Wichtiges. "Menschen, die sich um sehr kranke Kinder kümmern, müssen aus unserer Sicht auch unterstützt werden", sagte Steiner.

"Es wird Glühwein geben, Punsch und Maroni"

Der Lkw-Sattelzug, den die ÖVP gemietet hat, lässt sich rasch in eine Bühne verwandeln. Bei den sieben Veranstaltungen in den Bezirken seien verschiedene Auftritte geplant, vom Chor bis zur Volkstanzgruppe. "Der Nikolaus wird sicherlich auch da oder dort auftauchen", so der ÖVP-Obmann. Der Auftakt findet am 1. Dezember in Gols statt.

Natürlich solle die Tour auch symbolisieren, "dass mehr Türkis gut für das Burgenland ist. Denn mehr Türkis bedeutet viele neue Initiativen im Bereich der Pflege, der Gesundheitsstruktur, des öffentlichen Verkehrs und im Bereich der Transparenz", stellte Steiner fest.

Mit dem Truck wolle man allen Generationen etwas Besonderes bieten, sagte Landesgeschäftsführer Christoph Wolf. Die einzelnen Veranstaltungen sollen um 16 bis 17 Uhr starten und jeweils bis 20 oder 21 Uhr dauern: "Es wird Glühwein geben, Punsch und Maroni und wir werden ein paar Kekserl auflegen." Auch Werbemittel, Bommelhauben und türkises Geschenkpapier werden verteilt. Zum letzten Mal in Aktion treten soll der türkise Truck am 3. Jänner beim Wahlkampfauftakt in Eisenstadt beim Schloss Esterhazy.

FPÖ kritisiert ÖVP-Wahlkampf mit "Monstertruck"

Die am Freitag von der ÖVP Burgenland präsentierte "Türkise Trucktour" durch die Bezirke stößt bei den Freiheitlichen auf Verwunderung: "Klima- und Lärmschützer" ÖVP-Obmann Thomas Steiner fahre im Wahlkampf mit einem "Monstertruck" spazieren, stellte FPÖ-Klubobmann Geza Molnar in einer Aussendung fest.

Das "ÖVP-Wahlkampfauto" mit seinen 17 Metern Länge, 500 PS und 15 Litern Hubraum brauche "wahrscheinlich schon beim Anstarten mehr Sprit als ein normales Wahlkampfauto auf 100 Kilometern", meinte Molnar, der beim ÖVP-Chef ein "handfestes Glaubwürdigkeitsproblem" ortete: "Als Eisenstädter Bürgermeister den Klimaschutzpatron zu spielen, im Land für Lärmschutz und gegen Lkw-Verkehr zu kämpfen - und dann im Wahlkampf mit einem solchen Monstertruck zu protzen, das passt einfach nicht zusammen."

Die Freiheitlichen gingen bei dem Fahrzeug von einem Verbrauch von 30 Liter pro 100 Kilometer aus. "Vielleicht ist dieses große Auto auch einem Unwohlsein Steiners geschuldet. Schließlich hat er die tolle Aufgabe, mit den Grünen das Koalitionskapitel Verkehr zu verhandeln. Das muss wohl kompensiert werden", so Molnar.