SPÖ gab sich zum Wahlkampfabschluss zuversichtlich. Die burgenländische SPÖ hat am Freitagabend in Rohrbach bei Mattersburg ihren Wahlkampf abgeschlossen.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 24. Januar 2020 (20:16)

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil blickte dabei zufrieden auf einen "ausgezeichneten Wahlkampf" zurück und zuversichtlich in die Zukunft: "Wir werden es am 26. Jänner schaffen und wir werden auch nach dem 26. Jänner zusammenhalten", betonte er.

Die vergangenen Wochen hätten offenbart, "wie die burgenländische Sozialdemokratie tickt", sagte Doskozil, der von seinen Unterstützern mit großem Beifall empfangen wurde, während im Hintergrund der Wahlkampfsong "Dosko, Dosko, Dosko" lief. Man habe einen neuen Umgang mit den Themen gepflegt. "Wir wollen keine Versprechungen abgeben. Wir wollen ganz einfach Bilanz ziehen über unsere Tätigkeit. Das bedeutet aber, dass man zunächst etwas tun muss", meinte der Landeshauptmann. Die SPÖ habe Ankündigungen gemacht und diese auch umgesetzt.

Das wichtigste Thema des Wahlkampfes sei der Mindestlohn gewesen. Die Debatte, warum eine Putzfrau 1.700 Euro netto verdienen sollte, sei "menschenverachtend". Er wolle an diesem Thema deshalb dranbleiben und es - ebenso wie die weiteren Projekte der Legislaturperiode - auch künftig forcieren.

An diesem Kurs der burgenländischen SPÖ solle sich auch die österreichische Sozialdemokratie orientieren. "Wenn unsere Freunde in Wien und anderen Bundesländern das aufgreifen, dann mache ich mir um die Sozialdemokratie der Zukunft keine Sorgen", sagte Doskozil. Der Erfolg dieses Weges zeige sich im Burgenland. "Wir werden zeigen, dass die Sozialdemokratie noch Wahlen gewinnen kann", betonte Landesgeschäftsführer Christian Dax.

Der Landeshauptmann bedankte sich außerdem bei allen Parteien für den fairen Wahlkampf. Durchaus kritische Worte fand er allerdings für die Volkspartei. Doskozil kritisierte, wie die ÖVP mit dem ehemaligen Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Steindl nach dessen Rücktritt umgegangen war. "Wenn man so mit den eigenen Leuten umgeht, wie geht man dann mit anderen um und wozu ist man bereit", meinte er.

Von einem Koalitionspartner erwarte er sich Handschlagqualität. "Das schädlichste in einer Regierung ist Streit und Hader und wenn man nicht weiß, ob von links oder von rechts wieder ein Foul oder eine Grätsche kommt", meinte Doskozil.

Der Landeshauptmann bedankte sich auch bei den Unterstützern. Seine Stimme sei zwar "noch nicht so wie ich mir das vorstelle", der große Zuspruch trage ihn aber "auch durch diese schwierige Phase".