Vorerst kein Sonderlandtag im Burgenland. Die von der Opposition im Burgenland im Hinblick auf die Causa Commerzialbank Mattersburg verlangte Sondersitzung des Landtages findet vorerst nicht statt. Das erfuhren ÖVP, FPÖ und Grüne am Montag bei einer Präsidiale im Landhaus in Eisenstadt. Man wolle aber nicht locker lassen und verlange erneut einen Sonderlandtag, teilten die drei Klubobleute in einer gemeinsamen Aussendung mit.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 03. August 2020 (17:57)
Das Landhaus in Eisenstadt.
APA

Begründet wurde die Absage damit, dass der einzige Tagesordnungspunkt, eine Dringliche Anfrage an Landesrat Christian Illedits (SPÖ), durch dessen Rücktritt wegfalle, erfuhr die APA von Sitzungsteilnehmern. Thema des nun neu zu beantragenden Sonderlandtages werde eine Aktuelle Stunde zur "umfassenden Debatte des Bank-Skandals" sein, hieß es.

Die Betroffenen hätten "das Recht auf volle Aufklärung und volle Transparenz", betonten die Klubobleute Markus Ulram (ÖVP), Johann Tschürtz (FPÖ) und Regina Petrik (Grüne) in ihrer Stellungnahme. Die Vermutung, dass der von den drei Parteien verlangte Sonderlandtag vorerst wohl nicht stattfinden werde, hatte auch Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) bei seiner Pressekonferenz zu Mittag geäußert.