Nach Vorwürfen Amon-Konrath kontert Pilz. Im Fall der Vorwürfe gegen Peter Pilz bringt der Ex-Grüne NEOS-Kandidatin Cornelia Amon-Konrath als mögliches „Daten-Leck“ in der Gleichbehandlungsanwaltschaft ins Spiel.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 07. November 2017 (14:20)
Cornelia Amon-Konrath
Richard Vogler

Peter Pilz, der am Wochenende aufgrund des Vorwurfs der sexuellen Belästigung seinen Polit-Rückzug ankündigte, spricht nun auch von einer politischen Dimension beim Bekanntwerden der Anschuldigungen. Eine ehemalige Mitarbeiterin der Grünen, die Pilz Belästigung vorwirft, hatte sich an die Gleichbehandlungsanwaltschaft gewandt.

Beratende Anwältin in dem Fall war Cornelia Amon-Konrath, die auch für die NEOS zur Nationalratswahl als Spitzenkandidatin im Burgenland antrat. Amon-Konrath hätte sich befangen erklären müssen, kritisiert Pilz und wittert zudem eine „politische Intrige“ gegen seine Person.

Auf BVZ-Anfrage erklärte Cornelia Amon Konrath jetzt: „Es ist generell ein Prinzip der Gleichbehandlungsanwaltschaft, dass über Fälle nicht gesprochen wird und dass diese vertraulich behandelt werden. Personen, die sich bei uns beraten lassen, sollen Vertrauen in unsere Institution haben. Wir haben sicher nichts weitergegeben.“

Auf welchem Weg das Schreiben zu dem Fall an die Öffentlichkeit gefunden hat, kann Amon-Konrath selbst nicht sagen, sie verwehrt sich aber gegen jeglichen Zusammenhang.