50 Mio. Schaden für Prüfer 2015 "nicht plausibel". Prüfer der Österreichischen Nationalbank (OeNB) haben die Commerzialbank aufgrund von Whistleblower-Hinweisen 2015 im Auftrag der Finanzmarktaufsicht unter die Lupe genommen, sahen die Vorwürfe aber nicht bestätigt.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 12. Februar 2021 (13:51)
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Der ORF Burgenland berichtete am Freitag über die damalige Begründung der OeNB-Prüfer. So konnten etwa zur angeführten Schadenshöhe von 50 Mio. Euro keine gesicherten Angaben gemacht werden. "Diese Größenordnung scheint jedoch nicht plausibel", habe es geheißen.

Die OeNB-Prüfer gingen den anonymen Hinweisen nach, konnten die Vorwürfe gegen Ex-Bankchef Martin Pucher aber nicht bestätigen. Sie schränken aber in dem fünfseitigen Dokument ein, dass sie nur dem Prüfungsauftrag entsprechend handeln können, direkte Befragungen zu strafrechtlich relevanten Sachverhalten seien nicht Aufgabe einer bankenaufsichtsrechtlichen Prüfung. Geprüft wurden etwa Vorwürfe, dass Pucher zur Deckung eigener Schulden und die seiner Kinder Geld abzweige. Dieser Vorhalte konnte aber laut Bericht nicht verifiziert werden. Ebenso nicht verifiziert werden konnte der Tipp, dass Pucher falsche Konten angelegt habe und diese mit Großbuchstaben und der Nummer 58 leicht zu erkennen seien.