Schulstart 3.0 mit Bildungslandesrätin Daniela Winkler. In der dritten Phase des Etappenplans für Schulen sind die Schülerinnen und Schüler der AHS-Oberstufen, berufsbildenden mittleren und höheren (BMHS) sowie der polytechnischen Schulen am 03. Juni 2020 wieder in das laufende Semester eingestiegen.

Von Redaktion bvz.at. Erstellt am 03. Juni 2020 (13:00)
Bildungslandesrätin Mag.a (FH) Daniela Winkler und Bildungsdirektor Mag. Heinz Josef Zitz begrüßten in Eisenstadt mit der Direktorin der Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule, Mag.a Johanna Dorner-Resch, die Gruppe, die als letzte damit begonnen hat, wieder zur Schule zu gehen
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Damit kehrten im Burgenland rund 8.800 Jugendliche an ihre Schule zurück und es herrscht im Bildungsbereich, bis auf die Berufsschulen, in 265 Einrichtungen wieder Vollbetrieb. Aus Anlass diese Re-Starts begrüßte Bildungslandesrätin Mag.a (FH) Daniela Winkler gemeinsam mit Bildungsdirektor Mag. Heinz Josef Zitz sowie Direktorin Mag.a Johanna Dorner-Resch Schülerinnen und Schüler der Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule in Eisenstadt. Nachdem Maturantinnen und Maturanten in der vergangenen Woche die schriftlichen Prüfungen abschlossen haben, beginnt für die Klassen der jüngeren Jahrgänge somit wieder der gewohnte Schulalltag - wenn auch unter besonderen Vorkehrungen.

„Es freut mich, dass nun wieder alle Schülerinnen und Schüler in der Schule unterrichtet werden können und bin sehr froh, dass es in den Schulen keine Verpflichtung für das Tragen von Schutzmasken mehr gibt. Das ist für die Schülerinnen und Schüler sicherlich eine wesentliche Erleichterung. Trotzdem müssen wir das Verhalten der Situation weiterhin umsichtig anpassen, um Ansteckungen zu vermeiden“, so Bildungslandesrätin Mag.a (FH) Daniela Winkler.

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Die Landesrätin betonte bei ihrem Besuch vor allem die soziale Komponente der Schule: „Gemeinsam zu lernen, sich auszutauschen und Freundschaften zu pflegen gehört einfach zum Schulalltag. Wir haben diese schwierige Situation der letzten Wochen mit einer hervorragenden Infrastruktur, der entsprechenden Ausrüstung und dem besonderen Engagement aller Beteiligten gemeinsam gut bewältigt.“ Kritik äußert Winkler aber am Fehlen des Turnunterrichts: „Bei aller Freude, dass Bewegung und Sport in den Schulen wieder möglich ist, kann ich die Entscheidung des Bundesministers nicht nachvollziehen, warum Turnen nicht wieder ein fixer Bestandteil des Unterrichts ist. Ich appelliere daher an die Lehrerinnen und Lehrer, Kindern Bewegung in der Schule zu ermöglichen und diese zu fördern.“

Laut Bildungsdirektor Mag. Heinz Josef Zitz haben die vergangenen Wochen allen Beteiligten einiges an Organisation und Ausdauer abverlangt, aber man sei näher zusammengerückt und habe diese ungewöhnliche Situation erfolgreich gemeistert. „Nun gilt es keine Zeit zu verlieren, damit noch nicht behandelter Unterrichtsstoff nachgeholt wird, denn das Schuljahr 2019/20 soll aufgrund der Corona-Krise keine schulischen Defizite nach sich ziehen“, so Zitz.

Trotz der Lockerungen gelten in den Lehranstalten weiterhin ein Schichtbetrieb und insbesondere Hygienemaßnahmen. Die Schulen sind mit entsprechenden Utensilien und Desinfektionsmittel ausgestattet, die Pädagoginnen und Pädagogen sowie das Schulpersonal dementsprechend darauf vorbereitet. „Das ungewohnte, aber gut organisierte ‚Distance Learning‘ hat schnell aufgezeigt, dass trotz vieler virtueller Diskussions- und Gesprächsrunden es letztlich der reale, persönliche Kontakt ist, der die Schule lebendig macht. Jetzt kehren wir um viele Erfahrungen reicher wieder zu einer gewissen schulischen Normalität zurück“, sagte dazu Direktorin Mag.a Johanna Dorner-Resch.

Als einzige Gruppe werden derzeit Berufsschülerinnen und Berufsschüler im Distance-Learning-Modus unterrichtet. Ausgenommen davon sind die Abschlussklassen, die für den fachpraktischen Unterricht einen Monat lang Präsenzunterricht erfahren. Das heißt, im Burgenland befinden sich von den 2.260 Berufsschülerinnen und -schülern rund 570 für den praktischen Unterricht vom 03. Juni bis 03. Juli 2020 in den vier Berufsschulen des Burgenlandes.

Die Studierenden der Fachhochschule und Pädagogischen Hochschule werden bis Semesterende auf der Basis von „Distance-Learning“ unterrichtet. Ungeachtet dessen können an den Instituten vor Ort Prüfungen absolviert werden. Winkler zeigte sich erfreut, dass die Studierenden an den Hochschulen im Burgenland - trotz der Sondersituation - keine Nachteile erfahren: „Besonders in Krisenzeiten kommt den Studierenden zugute, dass im Burgenland keine Studiengebühren eingehoben werden.“