Test-Arbeit: Heer will sich im Burgenland zurückziehen. Das Militärkommando Burgenland sieht seine Arbeit an den Corona-Teststraßen als erfüllt an und möchte sich von dieser Aufgabe zurückziehen.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 15. April 2021 (06:00)
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Assistenzeinsatz sei nur dann anzufordern, wenn sonst niemand mehr in der Lage ist, eine Aufgabe zu bewerkstelligen, sieht Militärkommandant Gernot Gasser das Land Burgenland gefordert. Kritik von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) an diesem Plan wies Gasser im Gespräch mit der APA zurück.

Landeshauptmann Doskozil hatte am Mittwoch das Lockdown-Ende per Montag verkündet und gleichzeitig eine Ausweitung der Testkapazitäten angekündigt. So soll etwa in den Burgenländischen Impf- und Testzentren (BITZ) aufgestockt werden, um wöchentlich 300.000 Beprobungen durchführen zu können. Dass sich das Bundesheer aus den BITZ zurückziehen will, kritisierte Doskozil bei der Pressekonferenz.

Gasser meinte dazu, dass das Heer im Rahmen dieses Assistenzeinsatzes seit fünf Monaten rund 500.000 Burgenländer getestet habe. Im Burgenland sind 630 Soldaten im Corona-Einsatz - 550 an der Grenze und 80 im Contact Tracing, in den BITZ und der Landessicherheitszentrale. Monatlich werden auch burgenlandweit 200.000 Testkits zu den jeweiligen Testeinrichtungen gebracht. Das Bundesheer stelle gemeinsam mit dem Roten Kreuz alle 14 Testspuren in den sieben BITZ, so Gasser weiter.

"Ich erwarte, dass man uns von dieser Aufgabe einmal entbindet, um das Bundesheer in die Lage zu versetzen, Reserven zu haben", verwies der Militärkommandant etwa auf mögliche Ausreisekontrollen in Bezirken: "Das ist ein nicht unrealistisches Szenario." Die Behörde müsse daher alles unternehmen, um die Tests alleine zu bewerkstelligen: "Vier Bundesländer - Tirol, Salzburg, Wien und Kärnten - schaffen das bereits ohne Soldaten. Sie haben zivile Firmen beauftragt", stellte Gasser fest.