Massentests vor Weihnachten schwer zu organisieren. Freiwillige Covid-Massentests kommen kurz vor den Feiertagen. Land kritisiert Bund wegen offener Fragen.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 26. November 2020 (05:34)
Landesrat Schneemann sprang für Doskozil bei der Video-Konferenz mit dem Kanzler ein.
Alexandra-Gollubics-Prath

Anfang Dezember sollen Lehrer und Verwaltungspersonal sowie die Polizei den Anfang machen, kurz vor Weihnachten wird die Bevölkerung zu den Corona-Massentests aufgerufen. Ohne die Unterstützung der Freiwilligen-Organisationen und des Bundesheeres wird die Aufgabe nicht zu bewältigen sein.

Denn SP-Landesrat Leonhard Schneemann, der den Landeschef bei der sonntägigen Video-Konferenz der Bundesländer vertrat, geht im Burgenland von 200.000 Tests aus, rechnet man doch damit, dass sich 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung freiwillig testen lassen könnten: „Organisatorisch ist das jedenfalls eine irrsinnige Herausforderung.“

Seitens des Bundes wird darauf verwiesen, dass die geplanten Massentests effektiv helfen sollen, die Zeit bis zur Covid-Impfung zu überbrücken. Die burgenländische ÖVP fordert das Land auf, nötige Schritte zu unternehmen, die FPÖ hat Sicherheits-Bedenken im Hinblick auf Erkrankungen bei der Polizei.

Wenngleich die Maßnahmen mitgetragen würden, wie seitens der SPÖ betont wird, gibt es neuerlich Kritik am Bund, nicht zuletzt wegen der Kommunikation. Schneemann: „Die Länder werden nicht auf Augenhöhe behandelt, obwohl man von ihnen verlangt, dass sie Verantwortung übernehmen sollen.“