Tragischer A6-Unfall bei Kittsee verschärft Grenz-Kontrollen

Erstellt am 18. August 2022 | 05:33
Lesezeit: 2 Min
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Wieder ein Flüchtlingsdrama. Der Unfallwagen bei Kittsee.
Foto: Thomas Lenger
Schlepper-Unfall mit drei Todesopfern wurde auch zum Politikum. Polizei weiter im Dauereinsatz.
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Der Schlepper-Unfall, der am Wochenende am Grenzübergang Kittsee drei Menschenleben forderte , weckte auch in der Politik Erinnerungen an die Flüchtlingstragödie von Parndorf, die sich Ende August zum siebenten Mal jährt – mit Bestürzung auf der einen und direkter Kritik auf der anderen Seite: ÖVP-Innenminister Gerhard Karner beschwor das „entschlossene Vorgehen“ gegen Schlepperkriminalität; die SPÖ sprach von „Showpolitik“.

Einen Rücktritt des Innenministers forderte SP-Landesgeschäftsführer Roland Fürst: Karner und die türkis-grüne Bundesregierung hätten „die vorhersehbare Entwicklung ignoriert“. Sein ÖVP-Gegenüber Patrik Fazekas wiederum sieht die Bundes-SPÖ „auf der Bremse stehen“, wenn es um die – auch von Landeschef Hans Peter Doskozil geforderten – Verfahrenszentren außerhalb Europas geht.

Dass das Burgenland mit bis zu 1.000 Flüchtlings-Aufgriffen pro Woche als Hotspot gilt, ist nicht von der Hand zu weisen. Zugleich wird im Landespolizeikommando darauf, verwiesen, dass heuer schon 150 Schlepper festgenommen wurden (doppelt so viele wie im ersten Halbjahr 2021). Polizeisprecher Helmut Marban erklärte, man werde weiter „alle polizeilichen Mittel einsetzen“.