Eisenstadt , Grafenschachen

Erstellt am 21. Februar 2018, 06:38

von Alexandra Gollubics-Prath und Michael Pekovics

SPÖ-Umbau geht weiter: „Team Doskozil“ nimmt Form an. Astrid Eisenkopf löst Verena Dunst als Frauenchefin ab und übernimmt auch die Frauenagenden im Land.

Wechsel an der Spitze der Frauenpolitik. Astrid Eisenkopf löst Verena Dunst als SPÖ-Frauenchefin ab und wird künftig auch die Frauenagenden im Land übernehmen – angeblich nicht ohne Misstöne.  |  C. Fenz

Nächste Runde bei den Personalrochaden innerhalb der burgenländischen SPÖ: Nachdem erst kurz vor Weihnachten Landesrat Helmut Bieler für Hans Peter Doskozil Platz machen musste, übernimmt nach Ostern Astrid Eisenkopf von Verena Dunst den Frauenvorsitz und das Frauenressort.

Konkret soll die 60-jährige Dunst – nach elf Jahren an der Spitze – bei der Landesfrauenkonferenz am 21. April ihren Vorsitz an Eisenkopf abgeben. Der Wechsel der Frauenagenden in Eisenkopfs Zuständigkeit soll dann „zeitnah“ erfolgen, wie es aus ihrem Büro heißt. Personelle Veränderungen innerhalb des vier Mitarbeiter umfassenden Frauenreferats werde es nicht geben.

Dunst: „Es wird Zeit, die Aufgaben aufzuteilen“

Die Wirtschaftsakademikerin Eisenkopf, die diese Woche ihren 34. Geburtstag feiert, soll im Zuge des SPÖ-Reformprozesses einen Generationswechsel signalisieren und vor allem auch junge, gut ausgebildete Wählerinnen ansprechen. Eisenkopf ist seit 2015 als Landesrätin für Umweltschutz, Gemeinden und Jugend zuständig und gilt auch nach der Landtagswahl 2020 neben Doskozil als Fixstarterin auf der Regierungsbank.

Es sei naheliegend, Frauenvorsitz und Frauenagenden wieder in einer Hand zu vereinen, man habe aber „keinem etwas wegnehmen wollen“, betonte Eisenkopfs Büroleiter Manuel Bernhardt gegenüber der BVZ. Das Verhältnis zwischen Eisenkopf und Dunst sei auch keineswegs getrübt, so Bernhardt: „Die beiden können nach wie vor sehr gut miteinander.“

Auch wenn es diesbezüglich hinter vorgehaltener Hand andere Gerüchte gibt – Dunst soll angeblich „not amused“ gewesen sein –, streut die Landesrätin ihrer um 26 Jahre jüngeren Nachfolgerin dennoch Rosen: „Der Wechsel ist von langer Hand geplant, es wird Zeit, die Aufgaben aufzuteilen, das habe ich schon beim Neujahrsempfang der SPÖ-Frauen gesagt“, sagt Dunst. „Ich freue mich, dass Astrid Eisenkopf zugesagt hat und diese Aufgabe übernehmen wird. Sie wird ihre Sache gut machen – und ich werde sie unterstützen, wo ich nur kann.“