Gottesdienste nur bis 100 Personen. Mit heutigem Tag setzt die Diözese Eisenstadt die verbindlichen Vorgaben der Österreichischen Bundesregierung zur Eindämmung des Corona-Virus auch im kirchlichen Bereich um. Die Bestimmungen gelten bis auf weiteres.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 11. März 2020 (12:41)
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Symbolbild

Der Erlass der österreichischen Bundesregierung bezüglich der Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus (Covid-19) hat auch Auswirkungen auf das kirchliche Leben. Die Diözese Eisenstadt sehe sich verpflichtet, diese verbindlichen Vorgaben ab sofort zu übernehmen und einzuhalten, heißt es in einer Aussendung.  

Die burgenländischen Seelsorger wurden angehalten in ihrem Bereich bis auf weiteres für die Umsetzung folgender Anordnungen zu sorgen:  

• Gottesdienste in geschlossenen Räumen sind mit höchstens 100 Personen zu feiern. Bei Feldmessen und Gottesdiensten im Freien dürfen nicht mehr als 500 Personen teilnehmen.

• Sonstige Veranstaltungen (wie Pfarrvisitationen, Wallfahrten, Vorträge, Fastensuppen-Essen, Sitzungen,...) sind unabhängig von der Anzahl der teilnehmenden Personen abzusagen.

• Personen, die einer Risikogruppe angehören (höheres Lebensalter, Vorerkrankungen), sind dringend aufgefordert, um sich selbst und andere bestmöglich zu schützen, auf Gottesdienstübertragungen in den Medien zurückzugreifen. Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics hat bis auf weiteres von der Sonntagspflicht befreit.

• Taufen und Beerdigungen finden im Familienkreis statt und dürfen ebenfalls die genannte Personenzahl nicht überschreiten.

Messen bereits abgesagt

Bereits Ende Februar wurde den Seelsorgern empfohlen auf die Mundkommunion zu verzichten und Weihwasserbecken zu leeren. Außerdem solle der Friedensgruß etwa mit einem Kopfnicken und nicht per Hand ausgeführt werden.  

Im Rahmen dieser Vorgaben solle das kirchliche Leben jedoch so weit wie möglich weitergehen, heißt es aus der Diözese Eisenstadt. Kirchen im Burgenland bleiben unverändert geöffnet. Einige Messen wurden aber bereits Mittwochvormittag abgesagt: So etwa der Kleinkindergottesdiest, der am 15. März in Neusiedl am See geplant war. In Bad Tatzmannsdorf wurde per Facebook verkündet, dass die 10-Uhr Messen an den Sonntagen bis auf Weiteres entfallen.