Pöttschinger im U-Ausschuss. Der Pöttschinger Rouven Ertlschweiger ist einer von fünf ÖVP-Vertretern im U-Ausschuss zum „Flugzeug-Krimi“. Insgesamt 18 Mitglieder werden die Causa untersuchen.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 06. März 2017 (08:33)
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Rouven Ertlschweiger
Bildagentur Zolles KG Christian Hofer

Aus 18 Parteienvertretern wird sich der zweite Untersuchungsausschuss zur Causa Eurofighter zusammensetzen. Die Befragungen zum umstrittenen Abfangjäger-Kauf werden auch unter burgenländischer Beteiligung ablaufen: Der aus Pöttsching stammende Nationalrat Rouven Ertlschweiger wird für die ÖVP im Ausschuss sitzen.

„Unser Ziel muss es sein, dass wir sachlich vorgehen und alle Fakten seriös im Sinne der Steuerzahler und der Luftraumüberwachung bewerten. Eine Showpolitik ist meiner Meinung nach kontraproduktiv. Das hat schon der erste Eurofighter-Ausschuss gezeigt“, so Ertlschweiger gegenüber der BVZ.

Insgesamt entsenden SPÖ und ÖVP jeweils fünf Mitglieder, die FPÖ vier, die Grünen zwei, NEOS und Team Stronach je eines. Die Leitung übernimmt Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ). Mitte März soll das blau-grüne Verlangen auf den U-Ausschuss in einer Sondersitzung in den Nationalrat eingebracht werden.

Die Zeugenbefragungen könnten bereits Mitte Mai starten. Ein Jahr lang soll der U-Ausschuss tagen. Damit dürften nicht zuletzt auch vorzeitige Neuwahlen vom Tisch sein – denn laut Gesetz muss der Ausschuss 111 Tage vor dem Wahltag die Befragungen abgeschlossen haben.