12.253 „kleine Wahlkämpfe“

Erstellt am 29. September 2022 | 04:52
Lesezeit: 2 Min
Wahl Symbolbild
Foto: shutterstock.com/ShutterProductions
Persönlich wie nie werden die Gemeinderatswahlen mit der neuen Vorzugsstimmen-Regel. Mehr als 12.000 Kandidatinnen und Kandidaten laufen bis Sonntag.
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Fast 14 Prozent der abgegebenen Stimmen liegen seit dem vorgezogenen Wahltag schon sicher verschlossen bei den Behörden; in 439 Wahllokalen rüstet man sich jetzt für den Sonntag: Die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen bestimmen endgültig das politische Geschehen im Land.

Bis die letzten Stimmen am Sonntagabend ausgezählt sind, bringt die Wahl in den Gemeinden nicht zuletzt auch einen beachtlichen organisatorischen Aufwand mit sich. Dafür gibt‘s erstmals eine finanzielle Aufwandsentschädigung für die Beisitzerinnen und Beisitzer: Ob und in welcher Höhe dieser bezahlt wird, konnten die Kommunen individuell festlegen. Die größte Neuerung bringt die Vorzugsstimmen-Regelung: Wo bislang Wahlpunkte vergeben wurden und das Mandat erst ab 15 Prozent der Stimmen erreicht werden konnte, zählt jetzt jede Vorzugsstimme gleich viel. Sprich: Kandidatinnen und Kandidaten können das eigene Feld von hinten aufrollen und in den Gemeinderat einziehen.

Gemeinderatswahlen Burgenland
Foto: Quelle: Land Burgenland/Gemeindeabteilung; Foto: Brian A Jackson/shutterstock.com; Grafk: Gastegge

Gelaufen wurde in diesem Wahlkampf daher noch mehr, spornt die direkte Konkurrenz auf der Liste doch zusätzlich an. „Weiblicher und jünger werden“ haben die eingesessenen Parteien auch für diesen Wahlgang ausgegeben. Da hilft das System, das auf Landes- und Bundesebene bereits angewendet wurde, auf jeden Fall: Denn mit einem guten Ergebnis kann man sich intern schon jetzt für den Landtagswahlkampf 2025 empfehlen.