Darabos will Akutordination in jedem Bezirk. Burgenlands Gesundheitslandesrat Norbert Darabos (SPÖ) hält trotz der Skepsis von Ärztekammer und Gebietskrankenkasse an der Absicht fest, allen sieben Bezirke mit Akutordinationen zu versorgen. Er habe dies im Landtag angekündigt, "zu dem stehe ich auch", sagte Darabos am Dienstag in Eisenstadt vor Journalisten.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 19. Dezember 2017 (14:18)
Büro Darabos
Norbert Darabos

"Wir haben aber da noch einen Verhandlungsbedarf mit Ärztekammer und Gebietskrankenkasse, was die beiden Bezirke Mattersburg und Jennersdorf betrifft", räumte Darabos ein. Am Montag habe es ein Gespräch gegeben, bei dem fünf Standorte - in jenen Bezirken, wo sich auch Krankenhäuser befinden - außer Streit gestellt worden seien. Auch die Akutordinationen in den Bezirken Mattersburg und Jennersdorf werde man umsetzen, zeigte sich der Landesrat zuversichtlich.

Er habe schon einige "kreative Ideen", die er aber im Hinblick auf die Verhandlungen noch nicht öffentlich darlegen wolle. Die Ärztekammer sei schon vorher skeptisch gewesen, was das Projekt betreffe und habe Akutordinationen eher außerhalb von Krankenhäusern machen wollen.

Aufgrund der Erfahrungen in Oberwart habe man aber gesehen, "dass das ein gutes Konzept ist", so Darabos. Er sei fest davon überzeugt, dass es Sinn mache, das Konzept auch in den beiden Bezirken umzusetzen, in denen es keine Spitäler gebe.

Die Volkspartei Burgenland setze sich für eine Akutordination in jedem Bezirk ein. "Gerade in den Bezirken Mattersburg und Jennersdorf, wo es keine Spitäler gibt, ist die Einrichtung einer besonderen Form der Akutordination für die Erstversorgung enorm wichtig", stellte ÖVP-Klubobmann Christian Sagartz in einer Aussendung fest. Akutordinationen nur an den fünf Krankenhausstandorten einzurichten, wäre eine "Benachteiligung" der Menschen in den Bezirken Mattersburg und Jennersdorf.