Eisenstadt

Update am 05. April 2017, 09:24

von Markus Stefanitsch und Wolfgang Millendorfer

Rot-Blau im Aufwind, Niessl mit Top-Werten. Top-Werte für Regierung und Lebensqualität. SPÖ bei Sonntagsfrage und Landeschef Niessl bei Beliebtheit klar auf Platz 1.

Durchwegs gute Werte für die Landespolitik und die Lebensqualität im Burgenland zeigt eine aktuelle Umfrage, die von TrendCom im Auftrag der SPÖ durchgeführt wurde.

So sind 73 Prozent der Befragten der Meinung, dass die Entscheidung für die rot-blaue Koalition auf Landesebene aus heutiger Sicht richtig gewesen sei.

66 Prozent sprechen sich zudem dafür aus, dass die SPÖ nach den nächsten Nationalratswahlen auch mit der FPÖ Koalitionsverhandlungen führen soll. Im Bundes-Vergleich fällt die ÖVP bei der Sonntagsfrage hinter die FPÖ zurück.

Sonntagsfrage: SPÖ und FPÖ legen zu

Bei der Sonntagsfrage zu Landtagswahlen im Burgenland kann die SPÖ im Vergleich zum Ergebnis von 2015 um ein Prozent zulegen und kommt auf 43 Prozent (siehe Grafik unten).

26 Prozent der Befragten gaben an, sie würden die ÖVP wählen, wenn am Sonntag Landtagswahlen wären; das sind um drei Prozent weniger als bei der Wahl im Jahr 2015. Die FPÖ kommt auf 17,5 Prozent (ein Plus von 2,5 Prozent gegenüber 2015), Grüne, LBL und NEOS liegen in etwa gleichauf mit ihrem letzten Landtagswahl-Ergebnis.

Grafik: Bischof  |  Grafik: Bischof

Was die Sympathiewerte der Landespolitiker angeht, belegt Landeshauptmann Hans Niessl Platz eins, gefolgt von den SPÖ-Landesrätinnen Verena Dunst und Astrid Eisenkopf (siehe Grafik unten). Als „Zugpferd“ liegt der Landeshauptmann bei den Zufriedenheitswerten sogar noch vor der SPÖ.

Grafik: Bischof  |  Grafik: Bischof

Auf den Plätzen zwei bis vier im Politiker-Ranking folgen die SPÖ-Regierungsmitglieder Verena Dunst, Astrid Eisenkopf und Helmut Bieler, ÖVP-Landesobmann Thomas Steiner belegt den fünften, LBL-Chef Manfred Kölly den sechsten Platz. Landesvize und FPÖ-Obmann Hans Tschürtz kommt nach dem Schulnotensystem auf Platz sieben, Grünen-Sprecherin Regina Petrik auf Platz acht.

Die Umfrage zeigt auch eine hohe Zufriedenheit mit der Lebensqualität im Burgenland. Insgesamt 84 Prozent der Befragten geben an, sehr gerne im Burgenland zu leben. Auf einer Skala von eins bis sieben geben weitere 13 Prozent eine positive Beurteilung ab. Nur drei Prozent geben dem Leben im Land schlechtere Noten. Die schlechteste wird kein einziges Mal vergeben. Bei den weiblichen Befragten ist die Zahl jener, die sehr zufrieden sind, mit 87 Prozent noch höher.

Oppositions-Wähler ebenfalls zufrieden

Was außerdem auffällt: Auch die Wähler der Oppositionsparteien geben bei dieser Frage gute Noten. So geben 90 Prozent der deklarierten SPÖ-Wähler an, sehr gerne im Burgenland zu leben; bei den ÖVP-Wählern liegt die Zahl mit 84 Prozent noch höher als jene der FPÖ-Wähler (80 Prozent).

Von den Grün-Wählern sind 69 Prozent sehr zufrieden mit dem Leben im Burgenland, NEOS-Wähler (58 Prozent sind sehr zufrieden) und LBL-Wähler (55 Prozent sind sehr zufrieden) geben sich hier „kritischer“. 84 Prozent der unentschlossenen Wähler vergeben ebenfalls die Bestnote.

In der Bundespolitik belegt bei den Politiker-Sympathiewerten nach dem Schulnotensystem „Burgenland-Minister“ Hans Peter Doskozil (SPÖ) mit der Note 1,6 einen Top-Wert. Damit liegt er noch vor Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ), Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) und dem weit abgeschlagenenen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache.

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