"Schnelle Reaktionskräfte" mit 38 Beamten im Burgenland

Die "Schnellen Reaktionskräfte" (SRK) der Polizei werden im Burgenland im Endausbau 38 Beamte umfassen.

Erstellt am 03. September 2021 | 11:55
Pappelstadion SV Mattersburg Stadion Symbolbild
Das Pappelstadion
Foto: APA/Helmut Fohringer

Gestartet wurde am 1. September vorerst mit einem eingeschränkten Dienstbetrieb, nämlich mit einer Gruppe der Bereitschaftseinheit, die aus neun Polizisten besteht, sagte Robert Galler, Leiter der neuen Einsatzabteilung, die Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) unter anderem in Reaktion auf den Terroranschlag vergangenen November in Wien angekündigt hatte, am Freitag.

Es sei "eine große Herausforderung" gewesen, die neue Einheit, die aus der Schnellen Interventionsgruppe (SIG) und der Bereitschaftseinheit (BE) besteht, in relativ kurzer Zeit auf die Beine zu stellen, meinte Galler. Erschwert habe das Ganze die Lage an der burgenländisch-ungarischen Grenze. Weil dort die Aufgriffe steigen, sei das Personal verstärkt im Grenzeinsatz.

Die Unterkunft ist deshalb auch eher eine provisorische: Die SRK haben sich für drei Jahre im ehemaligen Stadion des SV Mattersburg, der infolge der Commerzialbank-Pleite in die Insolvenz geschlittert war, eingemietet und beziehen dort den zweiten Stock des Vereinshauses. Auf Dauer werde das aber keine Lösung sein, auch weil der Nachfolger-Verein des SV Mattersburg das Stadion wieder als Spielstätte nutzen will. "Natürlich sind wir da nicht im Weg", betonte Galler. Mattersburg sei aber ein guter Standort, um das ganze Burgenland in relativ kurzer Zeit abdecken zu können.

Die SIG wird aus zwei Gruppen bestehen, die im Streifendienst den gesamten Tag über im Burgenland unterwegs sein werden. Sie sollen "die Lücke zwischen Einsatzstreifen und der Cobra" schließen, sagte Galler. Sie werden gefährliche Einsätze, wie etwa Festnahmen von als gewaltbereit bekannten Personen, übernehmen bzw. die Kollegen unterstützen, "wenn irgendwo der Hut brennt", betonte Emmerich Szabo, stellvertretender Leiter der Einsatzeinheit. Am 1. November wird mit einer ersten Streife begonnen. Danach werde weiter ausgebaut.

Die BE besteht aus drei Gruppen, das Personal dafür soll durch Rotationen rekrutiert werden. Sie steht etwa für Suchaktionen oder Fahndungen bereit, werde aber auch je nach Bedarf an Hotspots, bei Menschenansammlungen oder Schwerpunktaktionen eingesetzt. Durch die SRK werde die Präsenz der Polizei im öffentlichen Raum erhöht. Davon erhoffe man sich, die Gewalt- und Konfliktbereitschaft zu reduzieren, sagte Galler.